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Wohnen im Alter: Diese Umbaumaßnahmen sind für altersgerechtes Wohnen wichtig

Eingestellt von Redaktion am 3. Mai 2017 08:50:00 MESZ

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Management & Verwaltung von Redaktion 

Deutschland wird älter. Der demografische Wandel der Gesellschaft stellt insbesondere die Immobilienbranche vor neue Herausforderungen, da ältere Menschen andere Wohnbedürfnisse haben als jüngere. Folgender Artikel erläutert Ihnen, wie sich die Bedürfnisse von Mietern und Wohnungseigentümern ab dem Rentenalter ändern und welche diesbezüglichen Anpassungen an und in Immobilien dementsprechend vorgenommen werden müssen. Eine Checkliste fasst zudem die wichtigsten Umbaumaßnahmen für jeden Gebäudebereich zusammen.

Wohnbedürfnisse von Senioren werden zunehmend wichtiger

Bis zum Jahr 2050 wird sich der Anteil der über 60-jährigen an der Gesamtbevölkerung von derzeit 25 auf geschätzte 37 Prozent erhöhen. Das bedeutet eine wachsende Zahl älterer Wohnungsnutzer, die ihr Leben trotz körperlicher oder geistiger Einschränkungen so selbstbestimmt wie möglich verbringen möchten. Dazu gehören neben dem vertrauten sozialen Umfeld auch die eigenen vier Wände.

Selbst im hohen Alter haben Ihre Kunden noch eine klare Wohnpräferenz. Untersuchungen zufolge möchten 90 Prozent der 70- bis 85-jährigen nicht in ein Altersheim ziehen, sondern in ihrer Wohnung bleiben. Somit wird der Faktor des altersgerechten Wohnens in all Ihren Geschäftsbereichen immer wichtiger. Über erweiterte Serviceangebote und digitale Helfer hinaus sind insbesondere Umbaumaßnahmen essentiell für die Wohnqualität im Alter.

Einzelne und strukturelle Umbaumaßnahmen

Die typischen Umbaumaßnahmen für ein problemloses Leben in altersgerechten Wohnungen richten sich nach den individuellen Bedürfnissen des Nutzers. Ausschlaggebend sind neben den körperlichen Einschränkungen und Komfortansprüchen die verfügbaren finanziellen Mittel der Mieter oder der Eigentümer, die für einen Umbau anfallen.

Das Badezimmer hat in der Regel den größten Umbaubedarf. Wenn etwa der Einstieg in die Badewanne Mühe bereitet, hilft ein Wannenlifter. Besser ist eine ebenerdige Dusche, die zudem Platz für einen altersgerechten Duschsitz bereithält. Ohnehin sind kostengünstige Hilfsvorrichtungen für das vorhandene Wohninterieur das häufigste Mittel, um Räume fit für das altersgerechte Wohnen zu machen. Solche zusätzlichen Serviceleistungen werden heute teilweise schon von manchen Vermietern angeboten und sind nicht reine Mietersache. Nur ein Drittel aller durchgeführten Anpassungsmaßnahmen erfordern bauliche Veränderungen.

Außer den individuellen Maßnahmen gibt es auch tiefergreifende strukturelle Wohnungsanpassungen, die meist der Hauseigentümer durchführt. Deren Umsetzung unterliegt der DIN-Vorschrift 18040-2 zur Planung, Ausführung und Ausstattung von Wohnungen, Gebäuden sowie Außenanlagen. Die Vorgaben beziehen sich auf die verschiedensten Bereiche. Für Türen ist darin beispielsweise vorgegeben, wie leicht sich diese öffnen und schließen lassen. Die Reglementierungen betreffen zudem die Verkehrs- und Bewegungsflächen für Rollstühle.

Checkliste: Welche Maßnahmen für welchen Gebäudebereich?

Ein Rundgang durch die jeweilige Wohnung oder das gesamte Gebäude gibt Aufschluss über die grundsätzlichen Erfordernisse. Folgender Auszug aus einer Checkliste zeigt Ihnen die wichtigsten Optimierungsbereiche für die Optimierung altengerechter Wohnungen:

Bad:

⃞ Rollstuhlgerechter Freiraum vor dem WC, dem Waschbecken und der Dusche
⃞ Schwellenfreier und rutschsicherer Duschplatz (mindestens 120 x 120 cm)
⃞ Griffe und Haltestangen für die Toilette sowie die Dusche

Küche:

⃞ Ausreichender Bewegungsbereich für Rollstühle vor dem Herd, dem Geschirrspüler, Kühlschrank, etc.
⃞ Höhenverstellbare Küchenmöbel zur besseren Erreichbarkeit
⃞ Rutschfester Bodenbelag

Wohn-/Schlafzimmer:

⃞ Genug Rangierfläche für Rollstuhlfahrer und Rollatoren
⃞ Sitzmöglichkeit vor dem Fenster
⃞ Viel natürliches Licht tagsüber, ausreichend künstliches Licht abends
⃞ Notrufsystem neben dem Bett
⃞ Elektrische Lattenroste für einfacheres Aufstehen

Treppenhaus:

⃞ Beidseitige Handläufe, gut beleuchtete Treppenhäuser und kontrastreich markierte Stufen (Beachten Sie hierzu auch die Ratschläge des Deutschen Instituts für Treppensicherheit)
⃞ Rutschhemmende Stufenmaterialien
⃞ Rollstuhlgerechte Fahrstühle als Alternative zu den Treppen

Hauseingang:

⃞ Rampen oder Plattformaufzüge
⃞ Elektrisch öffnende Türen
⃞ Beleuchtung mit Bewegungssensor
⃞ Schwellenfreie Zugänge
⃞ Leicht erreichbare Gegensprechanlage und Briefkästen
⃞ Stolpersichere Fußmatten
⃞ Farbiges Leitsystem mit Beschriftungen und Symbolen, um schnell zur richtigen Etage zu finden

 

Wenn Sie sich an der Checkliste orientieren, wird Ihre Immobilie für eine größere Zielgruppe attraktiv. Auch der Wert steigt, da kaum etwas in der Immobilienwirtschaft so zukunftsrelevant ist wie barrierefreies Wohnen.

Leitfäden wie die Broschüre Wohnungsanpassung – keine Frage des Alters | Anregungen für die zukunftsorientierte Planung (PDF) informieren Sie detailliert über die Anforderungen für eine barrierefreie Immobiliengestaltung. Mieter, Eigentümer und Hausverwalter erhalten Hinweise zu juristischen sowie finanziellen Erwägungen, inklusive Beispielrechnungen und Kostenmodellen.

Altersgerechtes Wohnen spielt eine immer größere Rolle

Altengerechte Wohnungen sind schon heute eines der zentralen Themen des Wohnungsmarktes und werden in Zukunft noch wichtiger. Nur mit den richtigen Umbaumaßnahmen bleibt Ihre Immobilie auch über die nächsten Jahre hinaus ein begehrtes Objekt für ältere Mietinteressenten.

 

Wie Sie den Wert Ihrer Immobilie auch durch Instandhaltungen sichern und steigern, zeigen wir Ihnen hier.

Topics: Management & Verwaltung


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