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Wohnen der Zukunft – Wie wir leben werden

Eingestellt von Redaktion am 10. Mai 2017 11:00:00 MESZ

 Wohnen der Zukunft

Trends von Redaktion

Megatrends wie Urbanisierung, Dezentralisierung und der digitale Wandel verändern langfristig, wie wir wohnen, arbeiten und zusammenleben. Wir wagen einen Blick in die Zukunft und zeigen, welchen Trends Ihre Mieter und Eigentümer folgen und wie sich diese auf Ihr Geschäft auswirken werden.

Urbanisierung: Was sie für Hausverwaltungen bedeutet

Rund um den Globus verlassen die Menschen das Land. Erstmals in der Geschichte lebt heute über die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. In den westlichen Ländern schreitet die Urbanisierung zwar nur noch langsam voran, doch speziell in Deutschland findet eine schwarmartige Wanderung junger Menschen (20-35 Jahre) vom Land in wenige ausgewählte Städte statt. Durch diese Ballung entstehen einerseits lebendige, junge Städte oder zumindest Stadtteile, die sich an die Bedürfnisse der Jüngeren anpassen. In anderen Gegenden dagegen werden junge Menschen zunehmend zur Minderheit.

Das Ergebnis: Wohnungsmangel und steigende Mieten in den „Schwarmstädten”, Leerstand und fallende Mieten in ländlichen Regionen und schrumpfenden Kommunen. Für Hausverwaltungen ergeben sich daraus, je nach Standort der Immobilien, verschiedene Konsequenzen. Befindet sich der Bestand in einer schrumpfenden Region, besteht das Risiko eines langfristigen Leerstandes der Immobilien. Dann ist professionelles Leerstandsmanagement gefragt. Kreative Nutzungskonzepte und weitere moderne Alternativen können eine Lösung sein. Verwalten Sie Immobilien in wachsenden Städten, kommt es darauf an, den Bestand an die großen Trends der Zeit anzupassen.

Die Trends der Urbanisierung: dezentrales, flexibles und digitales Wohnen

Die Trends, die bestimmen, in welche Richtung sich unsere Städte entwickeln, heißen dezentrales Wohnen, flexible Wohnkonzepte und Digitalisierung bzw. Internet der Dinge. Grundsätzlich geht es dabei um die Optimierung vorhandener Strukturen. Optimiert wird dabei meist in Richtung der demografischen Entwicklung. Diese bringt, neben der eingangs erwähnten Alterung der Gesellschaft, das seltener werdende traditionelle Familienmodell und sich ändernde Beschäftigungsmodelle mit sich. All dies führt zu neuen Wohnbedürfnissen. In den wachsenden Städten sind deswegen neue Wohnkonzepte gefordert.

Die Herausforderung für Hausverwaltungen besteht darin, die Verwirklichung dieser Wohnkonzepte zu tragen. Gleichzeitig bietet diese Entwicklung Ihnen als Hausverwalter die Chance auf ein attraktives Alleinstellungsmerkmal, wenn Sie bereits jetzt diese Trends berücksichtigen. Bestimmt werden diese Trends unter anderem von den folgenden vier Feldern:

  1. Third Place Living: Mit zunehmender Digitalisierung, Mobilität und Vernetzung erlangen „dritte Orte“ eine neue Bedeutung. Sie werden zu aktiven Bestandteilen des Wohnens. Gemeint sind öffentliche Räume außerhalb der Wohnung (erster Ort) und des Arbeitsplatzes (zweiter Ort), auf die Wohnfunktionen übertragen werden – die des Wohnzimmers beispielsweise auf das Café.
  2. Collaborative Living: Fehlende Ausstattung in der eigenen Wohnung wird im Stadtraum und durch Serviceangebote kompensiert. Wem das Home-Office zu unkommunikativ ist, der mietet sich einen Tisch im Co-Working-Space. Wer zum Abendessen einladen möchte, aber nicht über den entsprechenden Platz verfügt, bucht sich eine Küche. Das bedeutet, Wohnen wird dezentral.
  3. Conceptual Living: Ein zur Verfügung stehender Raum bleibt nicht mehr einzelnen Wohnfunktionen vorbehalten, sondern wird multifunktional genutzt, beispielsweise wegen der verschwindenden Trennung von Arbeiten und Wohnen. Dazu wird die Wohnung mittels Wandelementen, Wohntextilien und neuartigen Möbelstücken in Funktionsbereiche unterteilt.
  4. Smart Being: Dieser Trend resultiert aus einem gesteigerten Gesundheitsbewusstsein und bündelt sinnvolle Technologien zur Verbesserung von Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität. Ziel ist es, das Alltagsleben mittels Technologie leichter und gesünder zu machen. Ausgangspunkt ist stets die Natur, etwa in Form der Wandfarbe, die nach dem Prinzip der Photokatalyse Schadstoffe aus der Luft filtert. Philips hat den Trend mit seinem Wohnkonzept Microbial Home aufgegriffen. Es beinhaltet unter dem Namen Bio-Digester Kitchen Island eine Kücheninsel, mit der man die Abfälle in Methangas umwandeln und dies als Brennstoff für Leuchten nutzen kann.

Eine Voraussetzung für diese Entwicklungen ist das vernetzte Haus, das Smart Building und, in einem größeren Zusammenhang, die smarte Stadt.

Smart Buildings und die intelligente Stadt: Die Lösung für wachsende Städte

Das Zukunftsmodell Smart City (die intelligente Stadt) zielt auf die umfassende Nutzung modernster Kommunikations- und Informationstechnologien zur Steigerung von Effizienz, Sicherheit, Produktivität, Lebensqualität sowie Nachhaltigkeit. Am Beispiel des Verkehrswesens: Pendler verbringen über ein Drittel ihrer Zeit mit Warten im Stau und der Suche nach einem Parkplatz. Sensorgestützte Smart-Parking-Systeme können die Situation für alle Beteiligten entspannen, indem sie automatisch und in Echtzeit zum nächsten freien Stellplatz führen. So wird der Abgasausstoß reduziert, der Verkehr beruhigt und eine schnellere Zielankunft ermöglicht. Diese Art intelligenter Optimierung lässt sich auf viele Bereiche anwenden. Im Smart Building, dem Kern des Smart-City-Konzepts, bieten besonders die Energie- und Heizversorgung großes Optimierungspotenzial durch technologische Innovationen. Die Anwendungsbereich sind sehr vielfältig.

Im Kontext der Digitalisierung von Gebäuden und Städten stehen Hausverwaltungen sowohl Herausforderungen als auch Chancen gegenüber. So sind zwar zunächst Umbau- beziehungsweise Umrüstungsmaßnahmen vonnöten. Diese sparen Ihnen jedoch viel Aufwand. Wenn ein Mieter beispielsweise den Wohnungsschlüssel verliert, ist bislang ein teurer Austausch der Schließanlage notwendig. Im Smart Building muss lediglich der Türöffner umprogrammiert werden.

Intelligente Wohnkonzepte brauchen intelligente Immobilien

Die Urbanisierung führt einerseits zu Bevölkerungsschwund in vielen Städten und ländlichen Regionen und lässt andererseits einige Städte wachsen. Hier, in den wachsenden Städten, werden Innovationen nötig, um die vorhandenen Strukturen und Wohnräume optimal zu nutzen. Intelligente Zukunftstrends wie Third Place oder Collaborative Living und Smart Being sind Schritte in diese Richtung. Ermöglicht werden sie durch modernste Technologien, angewendet im Smart Building sowie der intelligenten Stadt. Für Sie als Hausverwaltung bedeutet dies Umbau- und Umrüstmaßnahmen. Langfristig werden Ihnen diese Investitionen das Überleben sichern – und kurzfristig steigern sie den Wert Ihrer Immobilien.

Warum Smart Buildings meist auch die nachhaltigeren Immobilien sind, lesen Sie in unserem Blogbeitrag „Nachhaltige Immobilien: Digitalisierung als Chance“.

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