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Veränderungen in der Energiebranche führen zu Veränderungen in der Immobilienwirtschaft

Eingestellt von Redaktion am 2. August 2018 09:19:22 MESZ

Digitalisierung_Immobilienwirtschaft_Energiewirtschaft

Digitales & Technologie von Redaktion

Mit den Veränderungen in der Energiebranche aufgrund von beispielsweise Entwicklungen der smarten Technologien für Immobilien wird sich immer mehr auch diese Branche digital und dezentral organisieren. Das führt zu weitreichenden Auswirkungen auch auf andere Wirtschaftszweige - besonders die Unternehmen aus der Immobilienwirtschaft sind davon betroffen und müssen sich darauf einstellen und sich dieser Entwicklung auf dem Energiemarkt anpassen. Denn das Energiemanagement von morgen ist digital und die "alten" Geschäftsmodelle, sowohl aufseiten der Energie- als auch aufseiten der Immobilienbranche, die auf analoge, starre Strukturen im Energievertrieb, dem Energieverbrauch und der Messung setzen, werden neuen technischen Möglichkeiten und einem durchdachten Energiemanagement weichen müssen. 

Energiewirtschaft im Wandel

Die Energiebranche unterliegt einem weit führenden Wandel. Erneuerbare Energien, Ökostrom und digitale Systeme zur Messung und Optimierung des Energieverbrauches erobern immer mehr den Markt. Hinzu kommt, dass immer mehr Immobilien mithilfe von Photovoltaik und Solarthermie ihre eigene Energie produzieren und die überschüssige Produktion sogar noch in das öffentliche Netz einspeisen. Daneben finden weitere Konzepte, wie der Mieterstrom, immer mehr Akzeptanz. Diese Entwicklungen werden größtenteils erst durch die Anwendung moderner technischer Möglichkeiten nutzbar und dementsprechend alltagstauglich - intelligente Stromnetze (Smart Grids), also die kommunikative Vernetzung und Steuerung von Stromerzeugern, Speichern, elektrischen Verbrauchern und Netzbetriebsmitteln in Energienetzen der Elektrizitätsversorgung habe in der modernen Energiedienstleistung große Bedeutung.

Für die optimale Nutzung von Smart Grids ist eine verbreitete Installation von Smart Metern (intelligenten Stromzählern) ein entscheidender Faktor - sie ersetzen in Zukunft die "alten", analogen Stromzähler. Die modernen Messeinrichtungen können mit einem Kommunikationsmodul verbunden werden und werden folglich mithilfe dieses Moduls – auch Smart-Meter-Gateway genannt – zu einem intelligenten Messsystem. Diese Systeme ermöglichen eine Datenübertragung in beide Richtungen, es kann Signale sowohl senden als auch empfangen.  
Auf diese Weise können zukünftig elektrische Geräte in einem Smart Home programmiert und auf Wunsch automatisch an- oder ausgeschaltet werden. Für Nutzer kann das etwa sinnvoll sein, wenn Strom zu manchen Tageszeiten günstiger angeboten wird als zu anderen – die Vernetzung von Smart Grids und den Smart Home Technologien macht es möglich, die Kosten stets im Überblick zu haben und den Verbrauch bedarfsgerecht zu steuern. Aber auch der Stromfluss aus einer Photovoltaikanlage kann mithilfe des intelligenten Messsystems so gesteuert werden, dass beispielsweise eine überschüssige Produktion in das öffentliche Netzt eingespeist wird oder das Elektroauto zu einem "günstigen" Zeitpunkt geladen wird, wenn z. B. gerade viel Strom produziert wird.  

Smart Meter als Pflicht in Deutschland

Aufgrund ihrer Vorteile, werden Smart Metern daher in Deutschland zur Pflicht – die Einführung verzögert sich aufgrund eines Zertifizierungsprozesses der Kommunikationseinheit (Gateway) allerdings, dann folgt die Umsetzung stufenweise. Sobald das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik den Zertifizierungsprozess abgeschlossen hat, werden zunächst (Immobilie-)Einheiten mit einem Verbrauch von mindestens 10.000 Kilowattstunden im Jahr anstelle des alten Zählers nach und nach von örtlichen Netzbetreibern mit Smart Metern ausgestattet. Einen dementsprechend hohen Verbrauch haben vor allem Industrie und Gewerbe. Aber auch Haushalte mit eigener Photovoltaikanlage, die über sieben Kilowatt maximale Leistung liefert werden folglich umgestellt. Und noch später dann werden auch Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 6000 bis 10.000 Kilowattstunden diese Aufrüstung erfahren.

Neue Chancen für die Immobilienwirtschaft

Hinzu kommt, dass auch Themen, wie Blockchain, Dekarbonisierung (die Umstellung, speziell der Energiewirtschaft, in Richtung eines niedrigeren Umsatzes von Kohlenstoff) und Grenzpreise immer mehr an Bedeutung gewinnen.
Die
se Veränderungen in der Energiewirtschaft sowie die weiteren Entwicklungen für die Zukunftsfähigkeit des Bereiches werden auch die Immobilienwirtschaft und die Dienstleister, wie z.B. Messdienstleister, die für die Energielieferer arbeiten, beeinflussen - sie stehen vor neuen Herausforderungen.

Die smarten Technologien für den Energiebereich entwickeln sich immer weiter und die Immobilienwirtschaft kann sich den Veränderungen nicht verschließen - es muss also eine Strategie für die Nutzung dieser neuen Technologien, besonders für die Energie- und Messdienstleistung, und das Geschäftsmodell von morgen entwickelt werden. Die Smart Meter über Schnittstellen direkt mit der von einer Immobilienverwaltung genutzten Software für das Immobilienmanagement verknüpfen und stets alle Verbrauchszahlen im Überblick haben, ist nur ein Beispiel für moderne Möglichkeiten. Mithilfe dieser Daten immer aktuelle Verbrauchszahlen liefern zu können und Reportings für Mieter, Kunden und Investoren anzufertigen, steigert die Transparenz und den Servicelevel von Unternehmen aus dem Bereich Immobilienverwaltung. Eine zusätzliche Vision könnte sein, dass Unternehmen der Immobilienwirtschaft mit einer Verknüpfung smarter Technologien und digitaler Gebäudedaten in der Zukunft beispielsweise Betriebskosten-Flatrates anbieten können und noch mehr zu Dienstleistungsunternehmen werden.

Wie sind die Energiedienstleister auf die Digitalisierung eingestellt?

Die Energiedienstleister passen ihre Geschäftsfelder den neuen Standards und gefragten Nutzungsmöglichkeiten bzw. -anforderungen dementsprechend an. So müssen sie die Wärmeerzeugung, insbesondere aus konventioneller Energie, heutzutage beispielsweise nicht unbedingt selbst übernehmen, um zukunftsfähige Kundenangebote für die Gebäudeversorgung zu entwickeln. Geschäftsschwerpunkt wird hier immer mehr eine effiziente und klimagerechte Steuerung von Gebäuden mithilfe smarter Technologien - die digitalen Lösungen sind nicht mehr wegzudenken. Sie sind die Antwort auf die Service- und Komfortbedürfnisse der Kunden, Ansatz für Prozessoptimierung oder Grundlage für neue Geschäftsmodelle - individuelle, auf die Bedürfnisse von Konsumenten zugeschnittene, Energieversorgung mit dazugehörigen Dienstleistungen wird immer wichtiger.

Besonders die Geschäftsmodelle und Prozesse, die sehr leicht durch intelligente Datenanalyse an Mehrwert gewinnen können, sind im Zuge von Big Data von großem Interesse. Dazu zählt beispielsweise die Ablesung, Abrechnung und Kundenkommunikation im Energiebereich.  Solche Prozesse haben die Unternehmen der Energie- und Immobilienbranche bisher vor allem bestmöglich für sich selbst abgebildet, so z.B. die nach wie vor größtenteils analoge Erfassung der Verbrauchsdaten sowie der folglich ebenfalls analoge Speicherung von Daten sowie der Verarbeitung zu Rechnungen - das Ergebnis, dessen ist, viele Betriebskostenabrechnungen enthalten Fehler – diese Prozesse gilt es im Sinne eines gestiegenen, kundenorientierten Dienstleistungsverständnisses beider Branchen zu optimieren.

Die Zukunft ist Smart Metering

Dabei können nicht nur Strom-, sondern auch die Wärmeverbräuche digitalisiert bzw. digital erfasst werden. Mit Hinblick auf die Energieeffizienzrichtlinie gibt es heute Anforderungen an Verbrauchsdaten, die regelmäßig erhoben, verarbeitet und den Nutzern dargestellt werden müssen. Das kann man kaum noch konventionell und analog lösen. Die digitale Übermittlung von Verbrauchsdaten an Softwarelösungen für das Immobilienmanagement vermeidet nicht nur Fehler bei der Betriebskostenerstellung, sondern kann den gesamten Prozess automatisiert und effektiv abbilden, sodass auch kurzfristig angefragte Daten und Abrechnungen schnell geliefert und erstellt werden können. In einigen Ländern des Baltikum ist diese Form der Ablesung, Abrechnung und Kundenkommunikation schon gang und be - quasi alles läuft über Funk - niemand diskutiert noch über eine manuelle Ablesung.

Besonders für die Unternehmen der Immobilienwirtschaft kann die Veränderung in der Energiebranche mit der Einführung der smarten Technologien also auch eine Chance sein, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, Prozesse zu optimieren und sich neu aufzustellen. Viele Branchenteilnehmer haben mittlerweile erkannt, dass sie ohne eine passende Strategie zur Weiterentwicklung zukünftig kaum noch marktgerecht handeln könne. Die Nachfrage nach kundenorientierten Dienstleistungen sowie die Anforderungen an den Service steigen weiter an, sodass die optimale Steuerung von Unternehmensprozessen immer wichtiger wird. Informieren Sie sich auf unserem Blog, wie Sie einige Ihrer Prozesse insoweit optimieren können, dass Ihr Unternehmen den modernen Marktanforderungen gerecht wird. 

Topics: Digitales & Technologie


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