Crem Solutions Blog


So leben Ihre Mieter energieeffizient - ein kleiner Ratgeber zum Download

Eingestellt von Jens Hoffstiepel am 7. Dezember 2017 15:26:17 MEZ

Energiesparen.jpeg

Management & Verwaltung von Jens Hoffstiepel

Für viele Immobilienverwaltungen naht die Zeit der Nebenkostenabrechnung. So automatisiert und einfach sie diese mithilfe einer Software für die Immobilienverwaltung heute auch erstellen kommen, oft kommt es im Nachhinein zu Diskussionen mit einigen Mietern, weil die Abrechnung angeblich zu hoch ausfällt - auch wenn alles fehlerfrei ist.
Dabei sind die Mieter oft selbst daran schuld, weil sie mit ihrem oft unbedachten Verhalten unnötig viel Energie verbrauchen. Geben Sie ihnen doch einen Ratgeber an die Hand und ersparen sich so Stress. Wir haben im folgenden Artikel einige Tipps zusammengetragen, mit denen Ihre Mieter ganz einfach Energie sparen können. Zudem können Sie eine Zusammenfassung am Ende ganz einfach als PDF-Datei herunterladen, um sie an Ihre Mieter zu verteilen.

Kleine Energiesparmaßnahmen ohne großen Aufwand umsetzen

Strom- und andere Nebenkosten schießen in die Höhe, weil in vielen Haushalten einfach zu viel Energie verbraucht wird. Viele Mieter sind ihrem ersten Blick auf ihre Nebenkostenabrechnung daher oft erstaunt und ein wenig erbost. Dabei haben Mieter einige einfache Möglichkeiten, wenn es darum geht, weniger Energie zu verbrauchen.
Maßnahmen, bei denen Vermieter letztendlich zustimmen müssen, lassen wir hier außen vor und geben nur leicht umsetzbare Tipps an die Hand. Als allgemeine Regel gilt, sind die Veränderungen ohne großen Aufwand rückgängig zu machen und sind keine Substanzschäden an der Immobilie zu erwarten, muss nicht zwingend eine Erlaubnis eingeholt werden. Mieter, die sich aber unsicher sind, sollten geplante Umbauten mit dem Vermieter absprechen. Diejenigen Mieter, die größere Investitionen planen, sollten dies ohnehin tun und einen eventuellen Ausgleich mit ihrem Vermieter besprechen. Kleinere Maßnahmen lassen sich jedoch auch ohne großen Aufwand umsetzen.

Seinen Stromverbrauch kontrollieren und sparen

Wer sparen möchte, muss zunächst einmal wissen, wo das überhaupt möglich ist. Deshalb ist es wichtig, seine Verbräuche und Verluste zu kontrollieren. Nur die Mieter, die ihre Verbrauchsdaten regelmäßig checken, können beurteilen, ob die höheren Kosten an einem vermehrten Verbrauch oder an den generell steigenden Energiepreisen liegen.
Dafür haben Mieter mehrere Möglichkeiten. Beispielsweise können sie einfache Strommessgeräte zwischen Steckdose und Gerät schalten und so zum Beispiel feststellen, wie viel Strom einzelne Geräte verbrauchen. Die Strommessegeräte gibt es in jedem Baumarkt zu kaufen, die Anschaffung ist nicht sehr teuer und lohnt. Alternativ kann man sich so ein Gerät bei der Verbraucherzentrale leihen oder die Messungen direkt durch die dortigen Mitarbeiter durchführen lassen - die Beratung ist dann inklusive.
Viele der ganz neuen Elektrogeräte sind heute
smart und durch das Internet of Things verbunden. Deren Verbrauch kann man sogar oft über eine App auf dem Smartphone ablesen.

Zwischenschalter für Elektrogeräte

Mit dieser Methode lassen sich auch Elektrogeräte identifizieren, die selbst im ausgeschalteten Zustand noch Strom verbrauchen. Zu diesen Stromdieben können Wasserkocher, Toaster, Handyladegerät, Drucker, aber auch Waschmaschine zählen.

Dazu kommen noch diejenigen Elektrogeräte, die ohne konventionellen Netzschalter auskommen und im Stand-by-Modus noch Strom verbrauchen. Hier macht es Sinn, Zwischenschalter zu benutzen, die die gesamte Stromzufuhr komplett abstellen. So lassen sich die Verbräuche kontrollieren und reduzieren. Allgemein ist zu erwähnen, dass sich die Anschaffung moderner und effizienter Haushaltsgeräte in vielen Fällen ebenfalls rechnet.

Energiesparlampen

Auch wenn viele Menschen das oft als künstlich beschriebene Licht von Energiesparlampen nicht mögen. Die Umrüstung auf diese Leuchtmittel bringt einen hohen Nutzen mit sich, wenn es um die Energieeffizienz geht. Energiesparlampen verbrauchen ca. 80 Prozent weniger Energie als die normale Glühlampe und halten bis zu 15 Mal länger.

Richtig heizen

Oft sind die Heizkosten der größte Anteil einer Nebenkostenabrechnung. Mit einem richtigen Heizverhalten können Mieter dabei richtig Geld sparen. Heizkörper sollten beispielsweise nicht zugestellt oder abgedeckt werden, sonst kann sich die warme Luft nicht im Raum verteilen - wo Heizkörper also durch Möbel, Verkleidungen oder Vorhänge abgedeckt sind, kann die Wärmeleistung nicht voll genutzt werden.
Vor allem während der Heizperiode gilt - Stoßlüften. Dazu die Heizung herunterstellen und Fenster für wenige Minuten ganz öffnen. Wer Fenster immer gekippt lässt, verschenkt viel Heizenergie.

Sinnvoll ist es außerdem, die Temperaturen in Räumen, wie dem Schlafzimmer und der Küche niedriger einzustellen als in Wohnräumen. Dort hält man sich nicht so oft auf oder ist zugedeckt bzw. kocht und bewegt sich. Eine allgemeine Regel von Experten heißt, wer eine Heizung ein Grad herunterdreht, spart sechs Prozent der Heizkosten.

Programmierbare & smarte Thermostate

Wer es nicht mag, wenn das Zuhause ausgekühlt ist, kann programmierbare Thermostatventile einbauen. Sie ermöglichen die individuelle Steuerung der Heizzeiten – unabhängig von der Zentralheizung und in jedem Raum einzeln. Mit sogenannten smarten Thermostaten kann man die Heizungswärme sogar per App und Smartphone von unterwegs steuern. Die alten Thermostate sollte man aber aufbewahren, da sie bei einem Auszug wieder angebaut werden müssen.

Heizkörpernischen dämmen

Eine weitere Verlustquelle sind Heizkörper Zwischenräume. Die Heizung erwärmt die Außenwand stark, diese gibt die Wärmeenergie jedoch nach außen ab. Dagegen helfen Dämmstoffplatten. Sie reduzieren den Wärmeverlust und können zwischen Wand und Heizkörper angebracht werden, wenn genügend Raum vorhanden ist - wichtig ist jedoch, die Platten lückenlos über die gesamte Fläche zu montieren. Eine einfachere Lösung bietet hier sogenannte Reflektorfolie, die ebenfalls Heizkosten spart. Sie strahlt die abgegebene Wärme zurück und lässt sich in der Regel einfacher als Platten verbauen.

Heizkörper entlüften

Eine entlüftete Heizung wärmt besser - gluckern oder ein nicht so Richtiges warm werden der Heizung sind die ersten Anzeichen, dass etwas nicht stimmt. Wenn sich kein richtiger Wasserdruck in der Heizung aufbaut, kann sie nicht voll arbeiten. Dann muss sie entlüftet werden. Hat man den passenden Schlüssel, kann man das ganz einfach selbst machen. Diesen sogenannten Heizungsentlüftungsschlüssel kann man preisgünstig in jedem Baumarkt erwerben. Zusätzlich benötigt man ein Gefäß, mit dem man entweichendes Heizungswasser auffangen kann, und einen Lappen, mit dem man das zusätzlich austretende Heizungswasser aufwischen kann, wenn etwas daneben tropft. Der Heizkörper sollte maximal aufgedreht und warm sein. Dann den Entlüftungsschlüssel zur Hand nehmen und in das Entlüftungsventil stecken - das liegt auf der gegenüberliegenden Seite des Thermostats. Nun mit dem Heizkörper-Entlüftungsschlüssel das Ventil eine viertel bis halbe Drehung gegen den Uhrzeigersinn drehen und dabei das Gefäß so nahe wie möglich unter das Ventil halten. Sobald ein leichtes Zischen zu hören ist, entweicht die Luft aus dem Heizkörper. Drehen Sie das Ventil nun nicht weiter auf. Wenn ein konstanter Wasserstrahl aus der Öffnung entweicht, war das Heizungsentlüften erfolgreich und Sie können das Ventil vorsichtig wieder schließen. Diesen Vorgang sollte man für alle Heizkörper in der Wohnung wiederholen.

Dem Wärmeverlust entgegenwirken

Der höchste Anteil an Heizenergie geht in Wohnungen oft über undichte Fenster und Türen verloren. Daher ist es wichtig, zu wissen, wo der größte Schwund lauert. Sehr gut können solche Energieverluste mithilfe einer Wärmebildkamera erfasst werden. Dies muss jedoch von einem Experten durchgeführt werden und ist daher oft recht preisintensiv.
Nach gewisser Zeit in einer Wohnung wissen aber oft die Mieter selbst am besten, wo genau es mangelt, auch ohne den oben beschriebenen Aufwand. Zugluft ist ein deutliches Zeichen für Wärmeverluste.
Dagegen lässt sich aber am einfachsten etwas tun - im Baumarkt gibt es für wenig Geld Dichtungsbänder und Bürstendichtungen für Fenster und Türen, diese können auch handwerkliche Laien leicht selbst anbringen und so Energie sparen.

Allgemein geht über Fenster viel Wärme verloren. Um Energie zu sparen, hilft es, in der Heizperiode beispielsweise die Rollläden bei Einbruch der Dämmerung frühzeitig herunterzulassen. Schwieriger ist es in Wohnungen ohne solche fest installierten Rollläden. Dort erfüllen schwere Vorhänge eine ähnliche Funktion. Mieter sollten aber immer beachten, dass die Stoffe lediglich die Fenster, nicht aber die laufende Heizung abdecken. Gerade nachts, wenn die Heizung ohnehin meist sehr niedrig eingestellt ist, sind Vorhänge eine gute Möglichkeit der zusätzlichen Isolierung.

Warmes Wasser effektiv nutzen

Nach dem Heizen ist die Warmwassererwärmung der zweitgrößte Energieverbraucher im Haushalt. Besonders stark macht sich das bemerkbar, wenn Strom zur Wassererwärmung genutzt wird. Deshalb sollten Mieter darauf achten, dass beispielsweise der Boiler auf aktuellem Stand ist und ihren Vermieter auf eventuelle Missstände hinweisen.
Ein wichtiger Faktor sind alle Wasser sparenden Maßnahmen - mit Einhebel-Mischarmaturen lässt sich die Wassertemperatur einfacher regeln als mit zwei getrennten Armaturen, so läuft weniger Wasser durch. Verbraucher sollten jedoch darauf achten, dass sie die Mischbatterie nach dem Gebrauch auf kalt stellen.
Der Einbau von sparsamen Duschköpfen macht sich ebenfalls bemerkbar. Durch sie fließen nur etwa sechs Liter Wasser in der Minute, bei alten Duschköpfen ist es das Doppelte. Ein Wannenbad verbraucht übrigens etwa 100 Liter Wasser mehr als das Duschen. Für die Warmwasseraufbereitung für ein Bad benötigt man daher viermal mehr Energie als beim Duschen.

Anbieterwechsel als Sparmaßnahme

Zu guter Letzt empfiehlt sich oft ein Anbieterwechsel bei Strom und Gas. Vergleichsportale im Internet ermöglichen eine schnelle Suche. Einfach den Verbrauch aus der letzten Rechnung und die Postleitzahl eingeben und der eventuell neue Anbieter hilft beim Wechsel. Das Sparpotenzial kann hierbei je nach Region bis 150 Euro betragen.

Laden Sie sich hier die Zusammenfassung der Energiespartipps herunter und nutzen Sie die Möglichkeit, diese an Ihre Mieter zu verteilen. Wenn Sie mögen, können Sie das Dokument auch mit Ihrem Logo versehen.

Energiespartipps herunterladen

 

Topics: Management & Verwaltung


Wie Sie mit Innovationsmanagement die Zukunft Ihres Immobilienunternehmens vorantreiben

_2.jpgDie Immobilienbranche steht an der Schwelle zu einer Zeitenwende. Faktoren wie der demografische Wandel, Green-Building-Initiativen und die Digitalisierung aller Lebensbereiche bedeuten für Sie als Immobilienunternehmen neue Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Dazu bedarf es eines ausgeklügelten Innovationsmanagements, das sich flexibel an den zukünftigen Marktbedürfnissen orientiert.

Lesen Sie, was sich hinter Open Innovation und Customer Co-Creation verbirgt und wie Sie diese Innovationsprozesse für Ihren zukünftigen Erfolg nutzen können.

E-Book herunterladen


Begriffe der Digitalisierung auf den Punkt gebracht

Die Digitalisierung bringt eine Fülle neuer Technologiebegriffe mit sich, die für Immobilienverwalter und Immobilienunternehmen schon bald unerlässlich sein werden. Erfahren Sie in unserem E-Book „Verwalter-ABC der Digitalisierung“, was sich hinter KI, IoT, oder NFC, verbirgt.

Zum Digitalisierungs-ABC


Kein Thema verpassen - melden Sie sich für unsere Blog-Infomail an und erfahren Sie vor allen anderen von den wichtigsten Themen der Immobilienwirtschaft


Letzte Beiträge


Bleiben Sie auf dem Laufenden und verpassen Sie keinen unserer Beiträge. Melden Sie sich für unseren Newsletter an und bekommen so die neusten Beiträge regelmäßig per E-Mail zugeschickt.

Anmeldung Newsletter