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Smart City: Wie die Stadt der Zukunft funktioniert

Eingestellt von Redaktion am 5. April 2017 08:50:00 MESZ

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Digitales & Technologie von Redaktion

Staus, Emissionen und Energieverschwendung – all diese Probleme heutiger Großstädte soll Smart City aus der Welt schaffen. Wie das Konzept funktioniert, welche Rolle die Big-Data-Immobilienwirtschaft (Smart Building) dabei spielt und was die technischen Innovationen für Sie als Hausverwalter bedeuten, zeigen wir Ihnen im folgenden Artikel.

Was „intelligente Stadt“ bedeutet

Der Sammelbegriff Smart City (zu Deutsch: Intelligente Stadt) beschreibt ein Zukunftsmodell für Städte, das eine umfassende Nutzung modernster Kommunikations- und Informationstechnologien zur Steigerung von Effizienz, Sicherheit, Produktivität, Lebensqualität sowie Nachhaltigkeit vorsieht. Das Kernelement ist eine fast grenzenlose Menge an smarten Sensoren, Kameras und digitalen Zählern, die über die ganze Stadt verteilt Daten erheben und zur Analyse weiterleiten. So sollen etwa Staus verhindert, alltägliche Abläufe automatisiert und das Energiemanagement optimiert werden.

Innovationen sind dringend nötig, da urbane Regionen in mehrerlei Hinsicht zunehmend an die Belastbarkeitsgrenze stoßen. Schon heute leben über die Hälfte aller Menschen in Städten. Im Jahr 2050 werden es voraussichtlich mehr als 70 Prozent sein. Dazu kommt der stetig wachsende Strombedarf in Metropolen, die bereits jetzt fast 75 Prozent der weltweit produzierten Energie verbrauchen. Das beansprucht die Stromproduktion und belastet die Umwelt. Es erfordert somit neue, auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Technologien, um den urbanen Herausforderungen der Zukunft zu begegnen.

Wie Smart City mithilfe von Big Data funktioniert

Eines der maßgeblichen Mittel zur Umsetzung der Smart-City-Pläne ist die Verwendung von Big Data. Es geht darum, komplexe Datenmengen über stadtrelevante Vorgänge zu gewinnen und analysieren. Dazu gehören etwa die Mobilität der Bewohner, der Stromverbrauch und das Gebäudemanagement. Im Idealfall sind alle Bereiche miteinander vernetzt, um eine flächendeckende und auf möglichst viele Organisationsbereiche abgestimmte Optimierung zu erreichen.

Das vielversprechende Potenzial des Smart-City-Konzepts lässt sich gut am Verkehrswesen demonstrieren. Viele Pendler verbringen über ein Drittel ihrer Zeit mit Warten im Stau und der Suche nach einem Parkplatz. Sensorgestützte Smart-Parking-Systeme können die Situation für alle Beteiligten entspannen, indem sie automatisch und in Echtzeit auf den nächsten freien Stellplatz hinweisen. Das reduziert den Abgasausstoß, entspannt den Verkehr und sorgt für eine schnellere Zielankunft. Dienste wie Parkopedia bieten schon heute einen ähnlichen Service.

Smart Building als Kernelement

Zum Smart-City-Konzept gehören auch intelligente Immobilien, Smart Buildings genannt. Besonders die Energie- und Heizversorgung von Gebäuden bietet durch technologische Innovationen großes Optimierungspotenzial. Intelligente Stromzähler (Smart Meter) etwa ermöglichen Nutzern, den Stromkonsum per App in Echtzeit abzulesen. Kunden sehen so stets die aktuellen Verbrauchskosten und können zudem Energiefresser ermitteln. Auch die Energielieferanten profitieren: Die Stromproduktion lässt sich via Big-Data-Analyse an den tatsächlichen Bedarf anpassen, wodurch Engpässe verhindert und flexible Tarife ermöglicht werden.

Schlaue Stromnetze (Smart Grids) entscheiden zukünftig anhand von Datenerhebungen automatisch, wo Strom eingespeist und gespeichert wird. Smarte Verteilernetze für die Wärmeversorgung können beispielsweise Abwärme von Industriefirmen verwenden, um Wohnimmobilien zu heizen. Photovoltaikanlagen auf dem Dach bieten eine zusätzliche Energiequelle. Insgesamt kann intelligentes und nachhaltiges Energiemanagement der Immobilienwirtschaft mehr als 20 Prozent der Kosten einsparen.

Chancen und Herausforderungen für Hausverwalter

Vernetzte PropTech-Technologien unterstützen Sie bereits jetzt in diversen Immobilienbereichen. Smartphone-Apps zur Hausverwaltung erleichtern Ihnen die Arbeit. Online-Portale sorgen für eine effiziente und benutzerfreundliche Kundenbetreuung. Dazu kommt eine Aufwertung der jeweiligen Immobilie durch PropTech-Innovationen und Vorrichtungen zum Energiesparen.

Zunächst sind Umbau- beziehungsweise Umrüstungsmaßnahmen vonnöten, um eine Immobilie smart zu machen. Stellen sie sich dabei auf so manch einen Mieter oder Wohnungsbesitzer ein, die Datenschutzbedenken aufgrund der digitalen Vernetzung äußern. Hier ist ein wenig Überzeugungsarbeit gefragt.

Sobald der Einrichtungsprozess jedoch abgeschlossen ist, sparen Ihnen die weitreichenden Automatisierungen des Smart Building einiges an Aufwand. Wenn ein Mieter beispielsweise den Wohnungsschlüssel verliert, ist bislang ein aufwendiger und teurer Austausch der Schließanlage vonnöten. Die Lösung für dieses Problem in einem Smart Building ist ein programmierbarer Türöffner, der freihändig funktioniert.

Smarte Schlüssel-Technologien wie KIWI stellen eine sichere Verbindung zwischen Sensoren an der Tür und dem elektronischen Öffner des Nutzers her. Die entsprechenden Schlüssel-Module für Anwender passen in die Hosentasche. Sobald sich der Mieter seiner Wohnungstür nähert, geht das Schloss automatisch auf. Auch Keller und Heizungsräume können sich auf diese Weise entriegeln. Bei einem Verlust lässt sich das Modul – ähnlich wie bei einer Kreditkarte – umgehend per Internet deaktivieren, um Unbefugten die Nutzung zu verwehren.

In Bürokomplexen funktioniert das Prinzip in einem größeren Maßstab und mit mehr Features. Mitarbeiter des jeweiligen Unternehmens kommen automatisch ins Gebäude, ohne sich außerhalb der regulären Arbeitszeiten erst bei der Hausverwaltung melden zu müssen. Alle Technikbereiche der Immobilie sind über die Cloud miteinander vernetzt, arbeiten Hand in Hand und können von Ihnen per Smartphone-App programmiert und gesteuert werden.

Es gilt zudem, sich früh genug mit den rechtlichen Bestimmungen zur Umrüstung auf Smart-Systeme vertraut zu machen. Für intelligente Stromzähler etwa gelten vom Gesetzgeber festgelegte Fristen.

Die Digitalisierung wird das Stadtkonzept verändern

Die intelligente Gebäudeautomation ist ein essenzieller Bestandteil der Smart City. Was die schlaue Stadt im Großen verspricht, leisten Smart Buildings auf kleinerer Ebene. Eine automatisierte Heiz- und Stromversorgung etwa wird den Energiebedarf senken und Verbrauchswerte transparenter für Kunden aufbereiten. Hausverwalter profitieren von den Online-Tools, die PropTech-Firmen anbieten. Technische Innovationen steigern zudem den Wert einer Immobilie.

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