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Optimierung von Büroflächenkonzepten – neuer Fokus bei der Bürogestaltung

Eingestellt von Redaktion am 30. Juni 2021 09:12:36 MESZ

pexels-marc-mueller-380768-2Smart-Building von Spacewell

Die vorangegangenen Beiträge haben sich primär auf die Art und Weise konzentriert, wie hybrides Arbeiten die Größe und die Nutzung von Büroflächen beeinflussen könnte. Dieser Blog-Artikel rückt nun die Fragen in den Fokus, welche Art von Räumen die Menschen bei der zukünftigen Büronutzung benötigen und suchen werden. Viele Branchenexperten und Analysten gehen davon aus, dass es eine Verschiebung hin zu Räumen für Zusammenarbeit und Sozialisierung geben könnte, wobei einige Unternehmen bereits dabei sind, ihre Büros umzugestalten, um diesem Wandel Rechnung zu tragen.  

Treffen die Prognosen zu, werden sich die Bürokonzepte vieler Unternehmen in der Zukunft verändern. Platz für Zusammenarbeit wird benötigt und ein Anstieg der Nachfrage nach “Gruppenräumen” oder flexibel nutzbaren Flächen ist daher zu erwarten. Es gibt jedoch auch triftige Gründe, einen vorsichtigeren Ansatz zu wählen. Bevor das gesamte Immobilienportfolio umgestaltet wird, könnten Unternehmen davon profitieren, die tatsächlichen Nutzungsdaten mithilfe smarter Lösungen genau zu beobachten und zu analysieren, um zu sehen, wie sich die Mitarbeiter im wiedereröffneten Büro bewegen. 

Erwartungen an eine kollaborative Zukunft 

Die Schlussfolgerung, die der Vorhersage eines auf Zusammenarbeit ausgerichteten Arbeitsplatzes zugrunde liegt, ist recht einfach. Untersuchungen, die während der Pandemie durchgeführt wurden, ergaben, dass die Produktivität von Mitarbeiter im Homeoffice bei vielen Arten von Aufgaben hoch blieb oder sogar zunahm. Schwierig sind die Zusammenarbeit und ähnliche kreative Gruppenaktivitäten - und vermisst wird vor allem die soziale Interaktion. 

Mitarbeiterbefragungen scheinen dieses Ergebnis zu bestätigen: Umfrageergebnisse von JLL* zum Beispiel weisen auf, dass 70 % der Angestellten das Büro für teambildende Aktivitäten bevorzugen, und PwC** fand heraus, dass 87 % der Angestellten das Büro als wichtig für die Zusammenarbeit ansehen.  

Diese Ergebnisse unterstützen nachdrücklich die Idee, dass das Büro eine physische Umgebung bieten sollte, die die Interaktion fördert. Sei es durch die Gestaltung von Räumen, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, Kollegen zu treffen, oder durch die Bereitstellung von mehr Gruppenräumen für gezielte Interaktion. 

Ist das Büro nur für die Zusammenarbeit da? 

Obgleich eine derartige Prognose nach und nach wohl vielerorts zum Tragen kommen, blendet sie mehrere Faktoren aus, die einen solchen Übergang verlangsamen oder verhindern könnten. Erstens signalisieren viele Mitarbeiter immer wieder, dass sie aus Gesundheits- und Sicherheitsgründen nicht ins Büro zurückkehren möchten. Während es sich hierbei um kurzlebige Reaktionen auf die Aussicht einer Rückkehr ins Büro handeln kann, haben Mitarbeiter möglicherweise Bedenken, um in größeren Gruppen zu arbeiten, oder geänderte Vorstellungen davon, welchen Freiraum sie brauchen, um sich wohlzufühlen und produktiv zu sein. Selbst wenn Mitarbeiter nach Räumen für die Zusammenarbeit suchen, ziehen sie möglicherweise andere Räume für die Zusammenarbeit vor, als Manager erwarten, und wählen kleinere Gruppenräume statt größerer Konferenzräume oder umgekehrt. 

Ein zweiter Grund, warum eine umfassende Verlagerung hin zu offenen, kollaborativen Büros möglicherweise nicht wie erwartet funktioniert, ist, dass sie auf der Annahme beruht, dass Mitarbeiter zu Hause konzentriert und effektiv arbeiten können. Die Qualität des Arbeitsplatzes und der Grad der Ablenkung in der häuslichen Umgebung kann jedoch sehr unterschiedlich sein. Sehr vielen Arbeitnehmern bietet die häusliche Umgebung keine gute Unterstützung, sie benötigen das Büro für ruhiges, konzentriertes Arbeiten. Bei allen Überlegungen sollte dies bei der Konzipierung zukünftiger Büroflächen daher mit einbezogen werden. Von überstürztem Aktionismus ist daher abzuraten - eine “gesunde” Mischung von Flächen für die Zusammenarbeit und Räumen für ein konzentriertes Arbeiten auf Grundlage von mit Smart-Building-Tools für das Arbeitsplatzmanagement gesammelter Daten und einer aussagekräftigen Analyse sollte der Ausgangspunkt jeder Neukonzipierung sein.  

Ausarbeitung einer Bürokonfigurationsstrategie 

Statt Büros also laut den Prognosen über dramatische Veränderungen im Büro kurzerhand einfach umzugestalten, wäre ein anderer Ansatz für die neue Bürokonzipierung, sich auf Daten zu konzentrieren. Während einige Büroumgestaltungen sicherlich sinnvoll sind, können Unternehmen so von einem schrittweisen Ansatz profitieren, bei dem sie sowohl die Belegung als auch die Nutzung der verschiedenen verfügbaren Raumtypen im Blick behalten und analysieren, um Angebot und Nachfrage nach Räumen einander anzupassen. Ziel einer solchen Strategie wäre die Feststellung, ob und wie stark Räume genutzt werden. So lässt sich die Raumnutzung optimieren. Dieser abwägende Ansatz sorgt für mehr Transparenz bei der Entscheidungsfindung, stellt sicher, dass Unternehmen keine voreiligen, an den Wünschen der Mitarbeiter vorbeigehende Investitionen tätigen, und ermöglicht die Entwicklung maßgeschneiderter Raumstrategien für verschiedene Standorte, welche die spezifischen Bedürfnisse dieser Büros widerspiegeln. 

Eine Spacewell Blog-Reihe 

Dieser Blogbeitrag lehnt sich an eine Blog-Artikel unseres Schwesterunternehmens Spacewell an. In einer Blog-Reihe widmet sich Spacewell einer Vorschau auf einige Fragen zum hybriden Büro. Das Ziel ist es, die unterschiedlichen Szenarien hybrider Arbeitsplätze zu untersuchen und konkrete technische Lösungen zu erörtern, die für die Bewältigung von Hindernissen oder die Optimierung der Arbeitsplatzerfahrung für eine flexible Belegschaft genutzt werden können, die virtuell und im Büro tätig ist.

*JLL (01/2021). “Reimagine: The new future of work to shape a better world” 

**PwC (01/2021). “US Remote Work Survey” Online. 

Topics: Smart-Building


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