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Mikro-Wohnungen - Chance für Investitionen und mehr Wohnraum

Eingestellt von Jens Hoffstiepel am 13. September 2017 09:00:00 MESZ

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Trend von Jens Hoffstiepel

Immer mehr Studierende, Auszubildende und Pendler sind auf der Suche nach bezahlbarem und zentralem Wohnraum in den Metropolen. Dazu benötigen oft auch Projektarbeiter oder Berater mit Zeitverträgen eine temporäre Unterkunft.  Die Quadratmeterpreise in den beliebten Städten und Studenten Hochburgen steigen immer weiter an und der Wohnungsmangel gerade in den Ballungsräumen nimmt zu. Daher werden bei der Wohnungssuche vielerorts mittlerweile oft Abstriche bei der Wohnungsgröße in Kauf genommen und es entwickelt sich auf dem Wohnungsmarkt ein neuer Trend. Sowohl auf Seiten der Mieter als auch auf Seiten der Anbieter werden temporär anmietbare Mikro-Wohnungen ein immer größeres Thema. Wie diese moderne Wohnraumnutzung heutzutage oft umgesetzt wird, lesen Sie in folgendem Artikel.

Mikro-Wohnungen schließen eine Marktlücke

Das Wohnungsangebot an Mikro-Wohnungen deckt genau die Marktlücke des bezahlbaren, zentralen Wohnraums ab. Es handelt sich dabei meist um kleine, modern designte Wohnungen mit 20 bis 30 Quadratmetern, die für einen festgelegten Zeitraum vermietet werden. Quasi sind es Ein-Zimmer-Appartements, jedoch mit einer sehr zeitgemäßen Ausstattung und allen technischen sowie platzsparenden Möglichkeiten, die die heutige Zeit bietet. Die meist möblierten Unterkünfte weisen eine sehr funktionale Inneneinrichtung auf, sodass ein direktes “Loswohnen” möglich ist.

Temporär mieten und auf nichts verzichten müssen

Im ersten Augenblick ist es kaum vorstellbar von einer großräumigen Mehrzimmerwohnung auf ein 20-Quadratmeter-Apartment umzusteigen und trotzdem auf nichts verzichten zu müssen. Doch genau dieses Ziel verfolgen Mikrowohnungen - reduziert auf die Kernfunktionen, aber trotzdem mit allem ausgestattet, was man zum Leben benötigt, rückt das platzsparende Wohnen hier in den Fokus und bedient genau den derzeitigen Markt. Die kleinen Wohnflächen mit komplexer Netzwerkstruktur werden immer beliebter. Die Chance, solche Mikro-Wohnungen temporär anmieten zu können, ist eine reizvolle, zeitgemäße Möglichkeit, modern zu wohnen. Einen zusätzlichen Anreiz für die Anmietung eines solchen Apartments, gerade für diese Zielgruppen, bieten die oft zentrale Lage sowie gute Verkehrsanbindungen der kleinen Apartments.

Die Einrichtung der Wohnungen entspricht häufig einem durchdachten, platzsparendem Raumkonzept, bei dem die Kombination aus sowohl praktischen als auch ästhetischen Gestaltungselementen im Vordergrund steht. Die fortschreitende Digitalisierung und die moderne Technik machen es dabei zusätzlich möglich, Platz zu sparen und Stauraum anderweitig zu nutzen. Dokumente werden selten noch in Papierform abgelegt, Musik und Bücher werden durch Streamingdienste und E-Books ersetzt. Dieser vorhandene Platz kann so sinnvoll für andere Dinge genutzt werden. Alle Grundbedürfnisse von Mietern, die an einen Lebensraum gestellt werden, sind gedeckt. Modern, komfortabel, unkompliziert und bezahlbar lautet das Motto.

Ökologische und ökonomische Vorteile für Mieter und Vermieter

Weitere Vorteile für die Mieter bieten zudem der in den Mietpreis integrierte Internetanschluss sowie alle bereits beinhalteten Neben-und Betriebskosten. Aufgrund der kleinen zu bewirtschaftenden Fläche bieten die Mikro-Wohnungen gerade in diesem Bereich große ökologische Vorteile und Energiesparmöglichkeiten.

Die großen wirtschaftlichen Vorteile für Immobilienunternehmen liegen Nahe - diese Form von Wohnkonzept schafft höhere Mieteinnahmen. Mehrere Mikro-Wohnungen bringen mehr Miete ein als eine 210 -m-Wohnung. Und mithilfe einer Softwarelösung für die Immobilienverwaltung hält sich auch der möglicherweise höhere Arbeitsaufwand für die Verwaltung mehrerer Wohnungen in Grenzen.

Mikro-Apartments: Eine Chance für Investoren

Die Tatsache, dass es in Deutschland immer noch zu wenig passenden, günstigen Wohnraum gibt, ist in den letzten Jahren noch weiter angestiegen. Mit regulärem Wohnungsbau ist der Mangel nur schwer zu bewältigen. Mit einem steigenden Angebot an Mikro-Apartments kann man diesem Missstand jedoch entgegenwirken. Das veranlasst jetzt Investoren dazu, gerade in Städten wie z. B. Hamburg, solche alternativen Wohnformen umzusetzen. Bei rund 32.000 Auszubildenden und etwa 100.000 Studierenden an den Universitäten und vom Studierendenwerk gerade mal 4.000 betriebenen Wohnplätzen fehlt es an allen Ecken und Enden an Wohnraum.

Für Investoren und Entwickler entsteht hier ein recht dynamischer Wachstumsmarkt für temporäre Wohnprodukte. Aktuell finanziert beispielsweise die HSH-Nordbank zwei Mikro-Wohnprojekte in Hamburg.

  1. Das The Fizz Hamburg-Altona, in dem ab dem Wintersemester 2018 auf neun Stockwerken 777 18 bis 24 Quadratmeter großen Apartments zur Verfügung stehen werden. Auszubildende, Studierende und junge Berufseinsteiger dürfen einziehen und finden alles, was man benötigt: Bett mit Matratze, Schreibtisch und Stuhl, Regale, Kleiderschrank, Spiegel und Beleuchtung. In der Pantryküche gibt es zwei Ceran-Kochfelder, Mikrowelle, Kühlschrank, Spüle. Und natürlich gibt es einen Highspeed-Internet-Zugang und TV-Anschluss.
  1. Das Woodie in Hamburg-Wilhelmsburg, welches im Herbst dieses Jahres fertiggestellt sein wird. Es wird 371 Apartments mit Highspeed-Internet und einem Wooditorium zum gemeinsamen Lernen umfassen. Das Besondere: Die rund 20 Quadratmeter großen Holz-Apartments werden in der Steiermark vorproduziert und dann in Hamburg nur noch übereinander gestapelt. Die mit Bad, Küchenzeile und Bett eingerichteten Module können auch zusammengelegt und so flexibel an die Wünsche der Bewohner angepasst werden.

Die Mieter erwarten Full-Service dem neuesten Stand

Gerade die temporäre Anmietung dieser Apartments macht ein erfahrenes Property Management und ein professionelles Vermietungsteam notwendig. Aufgrund der höheren Mieterfluktuation und der Vielzahl der Bewohner ist die Verwaltung solcher Immobilien sowie die erfolgreiche Bewirtschaftung eine große Herausforderung. Die Mieter erwarten, dass der Betreiber den angebotenen Full-Service, inklusive Internet und Gemeinschaftseinrichtungen, stets auf dem neuesten Stand hält und bei Störungen sofort tätig wird. Ausschlaggebend für eine erfolgreiche Verwaltung und die damit einhergehende Zufriedenheit der Mieter ist gut funktionierendes Verwaltungssystem für den Immobilienbestand.

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