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Langfristig Mehrwert schaffen: Das Potenzial nachhaltiger Immobilien

Eingestellt von Redaktion am 22. Februar 2017 09:16:28 MEZ

Das Potenzial nachhaltiger Immobilien

Trends von Redaktion

Nachhaltigkeit ist ein Megatrend in der Immobilienwirtschaft. Er birgt große Herausforderungen, aber auch Chancen. Wer nachhaltig baut oder saniert kann am Markt neue Zielgruppen erschließen und höhere Preise erzielen. Lesen Sie hier, wie Sie davon profitieren können.

Energetisch gesehen ist die Immobilienbranche ein Koloss. In Deutschland verursachen Gebäude durch ihre Herstellung, Errichtung, Nutzung und Bewirtschaftung etwa 25 bis 40 Prozent des Energie-, 30 Prozent des Rohstoffverbrauchs und 30 bis 40 Prozent der Treibhausgasemissionen. Die Einsparungspotenziale sind groß und müssen angesichts immer knapperer Ressourcen ausgeschöpft werden. Denn steigende Preise bedeuten auf lange Sicht massive Probleme für Bauwirtschaft und Investoren. Umgekehrt ist damit im Vorteil, wer zukunftsfähig wirtschaftet, beispielsweise durch nachhaltige Immobilien. Studien belegen, dass nachhaltige Gebäude einen langfristigen Mehrwert für Nutzer und Eigentümer schaffen. Vor diesem Hintergrund entwickelt sich Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor.

Nachhaltigkeit: Die Zukunft der Immobilienwirtschaft

Die Ressourcenknappheit veranlasst die Immobilienwirtschaft, ihr Geschäftsmodell anzupassen. Welcher Leitgedanke dabei verfolgt werden sollte, ist in der Branche längst kein Geheimnis mehr: Nachhaltigkeit.

Nachhaltig handelt derjenige, der seine Bedürfnisse, wie beispielsweise Ernährung, Fortbewegung und Wohnen, deckt, ohne dadurch die Nutzungsmöglichkeiten der künftigen Generation einzuschränken. Am deutlichsten werden die Folgen des nicht nachhaltigen Handelns aktuell am Klimawandel und der Ausbeutung natürlicher Ressourcen. Direkte Auswirkungen für die Immobilienbranche können Gebäudeschäden und daraus resultierende Wertminderung der Objekte sein.

Aus diesen Gründen befindet sich die Immobilienwirtschaft in einer Umbruchphase. Der wesentliche Antrieb dieser Entwicklung geht jedoch nicht mehr vom Staat mit seinen Regulierungen, wie beispielsweise dem „Gebäudeenergiegesetz” aus. Entscheidender ist mittlerweile der Kundenwunsch nach und somit der Bedarf an nachhaltigen Gebäuden mit optimierten Unterhaltungskosten für die Nutzflächen, vor allem im Segment der Neubauten. Schließlich haben immer größer werdende Energiekosten die Aufwendungen für Energie zu einer zweiten kleinen Miete werden lassen.

Green Buildings: Eine Antwort auf die zukünftigen Herausforderungen

Bei Green Buildings handelt es sich um, im ökologischen Sinne, nachhaltig errichtete und betriebene Immobilien. Eines der prominentesten Beispiele sind die Zwillingstürme der Deutschen Bank in Frankfurt am Main. Die grüne Sanierung der Konzernzentrale führt pro Jahr allein bei der Heizenergie zu Einsparungen von 67 Prozent – ein Volumen, das für 750 Einfamilienhäuser reichen würde.

Die Kosten für die Vorinvestitionen eines Green Buildings, beispielsweise für Geothermie- und Photovoltaikanlagen, sind zwar deutlich höher als bei konventionellen Gebäuden. Aber „grüne“ Bauten führen gleichzeitig zu geringeren Betriebskosten und zu einer besseren Mieterbindung.

Nachhaltigkeit: Das Drei-Säulen-Modell

Nachhaltiges Bauen und Bewirtschaften hat nicht nur eine ökologische Dimension. Ökonomische und soziale Aspekte sind genauso wichtig. Nur wer alle drei gleichzeitig beachtet, handelt zukunftsfähig. So definiert es der von der deutschen Bundesregierung berufene Rat für Nachhaltige Entwicklung. Auf diesem Gedanken beruht das Modell der drei Säulen der Nachhaltigkeit. Für die Immobilienwirtschaft ergeben sich daraus folgende Anforderungen.

  1. Ökologische Nachhaltigkeit: Green Buildings sind ökologisch nachhaltig. Sie weisen eine hohe Ressourceneffizienz in den Bereichen Energie, Wasser und Material auf und stoßen so weniger Schadstoffe aus. Außerdem minimieren sie die Lebenszykluskosten in Bezug auf den Gesamtenergiebedarf.
  2. Ökonomische Nachhaltigkeit: Lebenszykluskosten stellen die größten finanziellen Aufwendungen bei Immobilien dar. Einsparpotenziale liegen deshalb vor allem in der Bewirtschaftungsphase. Außerdem sollten im Sinne der ökonomischen Nachhaltigkeit Umbau- und Erhaltungsinvestitionen im Vergleich zum Neubau reduziert werden.
  3. Soziale Nachhaltigkeit: Hier geht es um das Thema „Corporate Social Responsibility“ (CSR), die „unternehmerische Gesellschaftsverantwortung“, also nicht um die Nachhaltigkeit der Gebäude selbst. Es handelt sich um die Frage, wie ein Unternehmen verantwortungsvoll auf dem Markt oder aber gegenüber seinen Mitarbeitern agiert, mit Stakeholdern zusammenarbeitet, Ressourcen einsetzt und sich sozial engagiert. Die Möglichkeiten für Unternehmen sozial nachhaltig zu handeln sind vielfältig, entscheidend für den Erfolg ist jedoch die strategische Einbindung sowie die  Ausrichtung aller Maßnahmen auf die eigene Geschäftstätigkeit. All die genannten Aspekte wirken sich direkt auf die Bewertung von Immobilien aus. Besonders die Ökobilanz von Gebäuden wird in Zukunft zum entscheidenden Gradmesser für ihren Wert.

Wie Sie die Vorteile nutzen

Die große Bedeutung der Nachhaltigkeit bringt sowohl Herausforderungen als auch Chancen mit sich. Wer nachhaltig baut oder saniert, kann am Markt höhere Preise erzielen und neue Zielgruppen erschließen. Um davon zu profitieren, sind zwei Dinge zu tun: energiesparend sanieren – und das auch zeigen.

  1. Energiesparend sanieren: Nachhaltige Immobilien steigen mit der Zeit im Wert. Das liegt vor allem am geringen Energieverbrauch. Zwischen 10 und 20 Prozent höhere Preise lassen sich beim Verkauf oder der Vermietung (Nettomiete) erzielen.
  2. Zertifizieren: Eine nachhaltige Immobilie wird deutlich aufgewertet, wenn sie mit einem der seriösen Zertifizierungslabels wie dem Gütesiegel der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) oder dem amerikanischen Zertifikat LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) ausgezeichnet ist, wie zum Beispiel das 2-Scheibenhaus in Ratingen, das als erstes Gebäude in NRW mit Leed-Platin zertifiziert wurde und in dem sich die Büros von Crem Solutions befinden. Zertifikate und Gütesiegel bieten Investoren, Immobilienfirmen und Nutzern Klarheit darüber, wie nachhaltig eine Immobilie wirklich ist.

Der richtige Weg mit der richtigen Strategie

Die umweltfreundliche Sanierung des Bestands und energieeffiziente Neubauten sind der richtige Weg, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen. So sparen Immobilienunternehmen auf Dauer Kosten und steigern den Wert ihrer Gebäude. Allerdings sollte das Vorgehen zur finanziellen Ausstattung und Ausrichtung des Unternehmens passen. Eine gute Richtschnur gibt der Deutsche Nachhaltigkeitskodex.

Wie Sie zu hohen Nebenkosten außerdem durch Betriebskosten-Benchmarking begegnen, lesen Sie in unserem Blog-Artikel Betriebskosten-Benchmarking: Das müssen Vermieter und Verwalter beachten“.

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