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Immobilienwirtschaft: Digitalisierung und Technologie - eine Branche im Wandel

Eingestellt von Jens Hoffstiepel am 6. März 2019 15:44:16 MEZ

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Digitales & Technologie von Jens Hoffstiepel

Mit dem von der Bundesregierung kürzlich beschlossenen Digitalpakt wird die Technologie jetzt in die Schulen geholt und die Kinder werden auf die Zukunft vorbereitet – ein richtiger Schritt. Denn die Arbeitskräfte der Zukunft müssen besser früh als spät mit und an den neuen Technologien ausgebildet werden. Damit ist die Digitalisierung abermals ein beherrschendes Thema in Diskussionen von Politik und Gesellschaft  - wir alle müssen uns aber auch damit befassen, denn sie wird uns alle in Zukunft immer mehr einholen. Andere Länder sind uns da weit voraus und wir dürfen den Anschluss nicht verlieren. Denn die Digitalisierung lässt sich nicht aufhalten und macht auch vor der Immobilienbranche keinen Halt. Smart Buildings mit Sensorik, Augmented Reality, Blockchain und weitere Technologien werden Planung, Bau und Betrieb von Immobilien nachhaltig beeinflussen.

Zukunft, Technologie und Immobilien  

Mit der Digitalisierung eines Großteils der Prozesse in der Wirtschaft und auch des gesamten privaten Alltags unserer Gesellschaft wandeln sich zunehmend unsere Kommunikationswege, die Kundeninteressen und das Konsumverhalten. Darauf müssen die verschiedenen Wirtschaftszweige natürlich reagieren  - so auch im Bereich Immobilien. Mithilfe neuer Technologien und daraus entstehenden Planungs- oder Baumethoden, wie BIM, Virtual Reality und 3D-Druck oder aber einfacheren Kommunikationsmitteln sowie der sicheren Speicherung bzw. Übermittlung von Daten via Blockchain, können Planung, Bau und Betrieb von Immobilien vereinfacht und digitalisiert werden.  

Mittlerweile investieren viele der Immobilienunternehmen in Deutschland daher einen beachtlichen Teil ihres Jahresumsatzes in die Digitalisierung. Neben der Implementierung interner digitaler Prozesse und der digitalen Kunden-/Mieterkommunikation weitet sich die Digitalisierung immer weiter hin zu vernetzten Gebäuden, den Smart Buildings, aus. Diesen Trend haben auch einige Beteiligte der Immobilienbranche sowie Softwareentwickler für sich erkannt und gründen Startups, die auf neue, technische Lösungen und Geschäftsmodelle im Immobiliensektor spezialisiert sind. Die PropTechs, kurz für „Property Technology“, stehen sinnbildlich für das Umdenken und den Wandel in der Branche. 

Digitalisierung auf dem Vormarsch 

Aber nicht nur die PropTechs sind ein Grund dafür, dass sich viele Unternehmen aus der Immobilienwirtschaft momentan bei der Etablierung oder der Entwicklung digitalisierter Prozesse und Strategien in ihrem Unternehmen befinden. Besonders das Immobilienmanagement ist eigentlich schon lange Zeit weit davon entfernt, eine komplett analoge Branche zu sein. Digitale Lösungen für die Verwaltung von Immobilien gibt es schon viele Jahre. Die PropTechs, oft als zusätzliche Insellösungen für einzelne Prozesse einsetzbar, können etablierte Softwarelösungen in vielen modernen Prozessen aber sehr gut ergänzen. 

Ein weiterer Faktor für den erfolgreichen Anstieg digitaler Arbeitsprozesse in der Immobilienbranche sind die Mitarbeiter in den Unternehmen. Fehlten der Branche vor einigen Jahren noch die sachkundigen Anwender für digitale Lösungen, kommen heute immer mehr Digital Natives in die Arbeitswelt, die nicht nur den Umgang mit neuen Technologien beherrschen, sondern sogar einfordern. Mit dem oben angedeuteten Digitalpakt geht unsere Bundesregierung daher den richtigen Weg und bereitet junge Leute schon frühzeitig auf einen digitalisierten Arbeitsmarkt vor. 

Derweil ist die Branche trotzdem noch recht unterschiedlich aufgestellt. Die Entwicklung eines digitalen Geschäftsmodells scheint bei vielen Unternehmen noch in der Ferne  - einige Unternehmen hingegen sehen sich schon heute als vollständig digital aufgestellt. Um also auf dem umkämpften Markt der Immobilienwirtschaft bestehen zu können, müssen sich also auch die bisher trägen Unternehmen digital aufstellen. Technologien und Anwendungen, die bei Planung, Bau und dem Betrieb einer Immobilie eine Rolle spielen, werden immer wichtiger für ein erfolgreiches Geschäftsmodell. 

Zukunftstechnologien mit Potenzial 

Einige Zukunftstechnologien haben in der Immobilienbranche besonders großes Potenzial. Kurz- und mittelfristiger Erfolg entstehen vor allem mit der Optimierung interner Prozesse und der Verbesserung von Dienstleistungen und Kundenservice mithilfe digitaler Lösungen. ERP-Systeme für die Immobilienverwaltung mit integriertem digitalen Dokumentenmanagement-System, Serviceplattform für die Kommunikation oder Lösungen für das automatisierte Inserieren von Immobilien in den gängigen Onlineportalen sind daher vielversprechende Technologien, um die Digitalisierung in Immobilienunternehmen auf ein zeitgemäßes Level zu bringen. Hinzu kommt der Einsatz mobiler Arbeitsgeräte, Cloud-Technologien und Big Data. Doch das sind nicht die einzigen Bereiche, in denen der Immobiliensektor technologisch einen Schritt nach vorne machen kann.  

Augmented Reality und Virtual Reality 

Aufgrund der immer besseren und einfacher werdenden Technologie wird der Einsatz von Augmented Reality und Virtual Reality im Immobiliensektor ein wichtiges Thema, vor allem wenn es um die Planung und Besichtigung von Objekten geht. In der Planungsphase können mithilfe der auf Grundlage von BIM erstellten digitalen 3-D-Modelle viele Fehler von vorneherein vermieden und Ressourcen optimal ausgeschöpft werden. Die virtuelle Realität ermöglicht Planern und zukünftigen Eigentümern oder Bewohnern aber auch schon vor Fertigstellung eine Besichtigung von Immobilien in Form eines virtuellen Rundgangs. Im Gegensatz dazu können mithilfe von Augmented Reality bei einer Besichtigung beispielsweise Möbel als virtuelle Abbildung auf dem Display des Smartphones oder Tablets direkt in der Umgebung platziert und dargestellt werden. Das Einrichten des potenziellen Mieters mit seinen Möbeln findet also nicht nur im Kopf, sondern “live” auf dem Display statt.  

Ohne Digitalisierung wird es nicht weitergehen 

Viele Annehmlichkeiten der Digitalisierung sind längst im Alltag der Gesellschaft angekommen und sie werden immer wichtiger. Die Digitalisierung nimmt Einfluss auf Konsum- und Kaufverhalten von Kunden und natürlich auch auf die Erwartungen an Dienstleistungen und Service. Mit der steigenden Anzahl an Nutzern digitaler Lösungen sowie dem Aufwachsen ganzer Generationen in einer heute immer digitaler werdenden Welt, wird die Einführung interner digitaler Arbeitsprozesse und externer Angebote ein unumgängliches Instrument für das Fortbestehen von Unternehmen aller Wirtschaftszweige. Auch die Immobilienbranche muss sich darauf einstellen.  

Nur die Unternehmen, die digital aufgestellt sind, haben die Chance, sich auf dem Markt zu etablieren – und das in zweifacher Hinsicht. Zum einen ist der Kampf um die Mitarbeiter der Zukunft besonders in der Schnittstelle zwischen Technologie und Immobilienwirtschaft groß. Personal mit derartigen Fähigkeiten ist rar und kann nur mit dem Einsatz moderner Technik überzeugt werden. Zum anderen gilt gleiches für die Kunden. Sie sind es aus nahezu allen Wirtschaftszweigen gewohnt, digital zu konsumieren, sich über die digitalen Medien mit Unternehmen auszutauschen und den Aufwand für die Kommunikation so niedrig, wie möglich zu halten. 

Ohne die Digitalisierung wird es für viele Unternehmen nicht weitergehen. Einige haben das frühzeitig erkannt und setzen bereits heute auf digitale Prozesse und die Einbindung der oben genannten Zukunftstechnologien – hier den Anschluss zu verpassen wäre fahrlässig. Bringen auch Sie Ihr Unternehmen auf einen zeitgemäßen Stand der Technik und setzen Sie auf zukunftssichere Lösungen für das Immobilienmanagement. Denn nur wenn sich Unternehmen in ihrer Arbeitsweise modern aufstellen, können Sie auf dem Markt der Immobilienwirtschaft bestehen und sichern ihre Zukunft.

Foto: bruce mars auf Pexels

Topics: Digitales & Technologie


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