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Immobilienmanagement - Indizes für Immobilien und Baupreise weisen der Immobilienwirtschaft und Investoren den Weg

Eingestellt von Redaktion am 19. Juli 2018 11:30:29 MESZ

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Management & Verwaltung von Redaktion

Das Investment in Immobilien ist sowohl für Unternehmen als auch Privatpersonen besonders in der jetzigen Zeit der Niedrigzinsen bei den Kreditinstituten eine gefragte Geldanlage. Aufgrund der Größe und Bedeutung des Immobiliensektors hat die Preisentwicklung von Immobilien daher eine hohe Bedeutung für Investoren, die Entwicklung des Bankensektors sowie für das gesamtwirtschaftliche Wachstum. 
A
uf der Suche nach guter Rendite fokussieren sich viele Anleger also auf diesen Sektor, egal ob Bestandsimmobilien oder aber Neubauprojektedie Abbildung der Entwicklung von Immobilienpreisen ist daher wirtschaftspolitisch von hoher Bedeutung.
Preisi
ndizes für die Immobilienwirtschaft haben hierbei eine große Relevanz, denn Investoren benötigen verlässliche Zahlen zur Absicherung ihrer Investmententscheidungen, und Analysten nutzen die Datenreihen für ihre Bewertungen. Anleger orientieren sich daher oft an bestimmten Preisindizes für Immobilien, die eine Entwicklung der Preise in diesem Investitionsbereich aufzeigen und zudem als wichtige Kenngrößen für die Immobilienwirtschaft gelten - in folgendem Artikel beschreiben wir einige der wichtigsten Indizes.  

Für den Immobilienmarkt gibt es hierzulande keinen Standard-Index, wie es ihn beispielsweise für den Aktienmarkt in Form des DAX gibt. Wichtige Indizes zur Betrachtung der Entwicklung in der Immobilienbranche bzw. Immobilienwirtschaft liefert das Statistische Bundesamt. Dort findet man alle nötigen Kennzahlen, um sich einen guten Überblick über die Preisentwicklungen in der Immobilien- und Baubranche zu verschaffen. Aber auch einige private Unternehmen und Institute liefern Kennzahlen für eine gute Bewertung des Investments in Immobilien. Möchte man also in Immobilien investieren, sollte man die unterschiedlichen Indizes für Immobilien- sowie die Baubranche im Blick haben und immer in einen Zusammenhang setzen. 

Preisindizes für Wohnimmobilien

Die wichtigsten Richtwerte für die Immobilienbranche liefern die Preisindizes für Wohnimmobilien - diese Indizes zeigen die Entwicklung der Preise für neu gebaute, selbst genutzte Wohngebäude beziehungsweise Wohnungen an.
Der Häuserpreisindex zeigt dabei die Preisentwicklung von Wohnimmobilien auf, bei denen eine Immobilie einschließlich des Grundstücks als "Gesamtpaket" veräußert wird. Hierfür werden alle typischen Markttransaktionen von Eigentumswohnung
en sowie Ein- und Zweifamilienhäusern einbezogen. Dazu zählen sowohl der Kauf neu errichteter als auch der Erwerb bestehender Wohnimmobilien, unabhängig vom Typ des Erwerbenden bzw. des Veräußernden und unabhängig vom Verwendungszweck (Eigennutzung oder Vermietung). Die zur Berechnung herangezogenen Daten werden über sichere Onlinemeldewege von den Gutachterausschüssen für Grundstückswerte, die ihrerseits von den Notaren Kenntnis über Kauffälle erhalten, an das Statistische Bundesamt übermittelt.
Ermittelt werden
vier Teilindizes für neue und gebrauchte Eigentumswohnungen sowie für neue und gebrauchte Ein- bzw. Zweifamilienhäuser. In dieser Aufstellung ist die Preisentwicklung für das schlüsselfertige Bauen sowohl einschließlich als auch ohne die Preisentwicklung von Grundstücken verfügbar - der aktuelle Wohnimmobilienpreisindex ist beim Statistischen Bundesamt verfügbar. 

Der Preisindex für selbstgenutztes Wohneigentum misst zudem die durchschnittliche Preisentwicklung für neue, vom Eigentümer selbst genutzte Wohngebäude und Wohnungen, sowie die Ausgaben, die mit dem Erwerb oder Besitz von Wohneigentum entstehen. Der Erwerb von Wohneigentum umfasst den direkten Erwerb als auch die Erwerbsnebenkosten (z. B. Makler, Grunderwerbssteuer). Ein direkter Erwerb von Wohneigentum wird wiederum in die Teilindizes schlüsselfertiges Bauen einerseits sowie Eigenbau, Fertigteilbau und Umbau andererseits aufgegliedert. Beim Besitz von Wohneigentum werden die Komponenten Instandhaltungen, Versicherungen und Hausverwaltung berücksichtigt.

Preisindizes für die Bauwirtschaft

Die Preisindizes für die Bauwirtschaft liefern besonders für die Betrachtung der Entwicklungen in der Immobilienwirtschaft wichtige Erkenntnisse. Sie zeichnen das Inflationsgeschehen in der Bauwirtschaft unter verschiedenen Blickwinkeln ab. Die wichtigsten Faktoren für die Immobilienwirtschaft sind dabei die Indizes der Bauleistungspreise - sie zeigen, wie sich die Preise der Bauunternehmen für Bauwerke im für Wohn- und Nichtwohngebäude entwickeln. Daneben gibt es noch weitere ergänzende Preisindizes für die Bauwirtschaft. Unter diesen weiteren Indizes sollte die Immobilienwirtschaft ein besonderes Augenmerk auf die Preisentwicklungen in der Instandhaltung legen.

Verbraucherpreisindizes 

Zu den Branchenspezifischen Indizes liefert natürlich der allgemeine Verbraucherindex (VPI) viele wichtige Erkenntnisse. In ihm werden die Lebenshaltungskosten aller privater Haushalte ermittelt und dargestellt. Der Index misst die durchschnittliche Preisentwicklung, die sich auf jeden Menschen in Deutschland auswirkt - diese Preisentwicklung bestimmt letztlich, was von einem Einkommen gekauft wird bzw., welche Anschaffungen getätigt werden können. Mit dem VPI wird die Veränderung der Preise für Güter des täglichen Bedarfs (z. B. Lebensmittel, Bekleidung), langlebige Gebrauchsgüter (z. B. Kraftfahrzeuge, Kühlschränke), aber auch für Dienstleistungen (z. B. Handwerker, Versicherungen) abgebildet. Hierbei ist für die Immobilienwirtschaft vor allem die Entwicklung im Bereich der Mieten ein äußerst wichtiger Faktor, den es regelmäßig zu beobachten gilt.
Auch hier werden die
Daten regelmäßig vom Statistischen Bundesamt erhoben und können auf der Website abgerufen werden. 

Deutsche Hypo Immobilienklima  

Das Deutsche Hypo Immobilienklima ermöglicht eine gesamtwirtschaftliche Analyse der deutschen Immobilienwirtschaft und bildet die Stimmung der Marktteilnehmer ab - und das auf monatlicher Basis. 

Das Immobilienklima, basierend auf einer Befragung von 1.200 deutschen Marktexperten speziell für die Immobilienwirtschaft, ist regelmäßig auf der Webseite www.deutsche-hypo-immobilienklima.de zu finden. Darin sind die Entwicklung der Kaufpreise, Mieten und Investmentumfänge der Marktsegmente Büro, Einzelhandel und Wohnen sowie die Umsatz- und Personalentwicklung der in Deutschland tätigen Unternehmen dargestellt. Anhand dieser Daten lassen sich viele Faktoren ableiten, die Auskunft über die derzeitigen und zukünftigen Entwicklung in der Immobilienwirtschaft gibt.

Deutsche Immobilien Index (DIX) 

Der Deutsche Immobilienindex DIX ist ein nach dem Vorbild des DAX (Deutscher Aktienindex) konstruierter Indikator für die Wertentwicklung von Immobilien und wird von der IPD Investment Property Databank GmbH aus Wiesbaden veröffentlicht. Er zeigt, wie sich die Erträge aus Immobilien entwickeln. Er misst – auf jährlicher  Basis (gewöhnlich im Frühjahr veröffentlicht) – die Gewinne oder Verluste aus direkten Immobilien-Investitionen, also aus Wohn-, Handels- und Büro-Immobilien. Die Grunddaten über die Immobilien liefern institutionelle Investoren, wie beispielsweise große Versicherungen, Pensionskassen, Immobilien-Gesellschaften und Immobilien-Fonds. 

Der Gesamtindex DIX ist für private Vermieter und Immobilienbesitzer vergleichsweise uninteressant, denn ein Großteil des Index bezieht sich auf Handels- und Büroimmobilien, die sich viel häufiger im Eigentum großer Immobilieninvestoren befinden als Wohnimmobilien.

bulwiengesa-Immobilienindex

bulwiengesa ist in Kontinentaleuropa eines der großen unabhängigen Analyseunternehmen der Immobilienbranche. 2018 beschreibt der bulwiengesa-Immobilienindex schon zum 42. Mal in Folge die Immobilienpreisentwicklung in Deutschland. Der Immobilienindex analysiert die Immobilienmarktentwicklung in Deutschland auf Basis von 50 westdeutschen Städten seit 1975 und 125 deutschen Städten seit 1990- die Ergebnisse basieren auf der umfangreichen Datensammlung von bulwiengesa und der unabhängigen Gutachtertigkeit mit der Erstellung von neutralen Standort- und Marktanalysen. Diese Datenbasis wird jährlich durch gezielte empirische Erhebungen, Befragungen vor Ort, Zeitungsanalysen und Testkäufe ergänzt und in der RIWIS-Datenbank publiziert. Der Index wird auf Basis dieser Daten jährlich berechnet und aktualisiert. Neben dem Gesamtindex wird sowohl für den Wohn- als auch für den gewerblichen Immobilienmarkt ein Teilindex angegeben. 

Die Methodik und die lange Reihe, in dem er erhoben wird, machen ihn zu einem wichtigen Gradmesser für nachhaltige Entscheidungen in Immobilienmarkt, Stadtentwicklung und Geldpolitik; die Daten fließen unter anderem in die Preisindizes der Deutschen Bundesbank ein. 

Immobilien-Index des Institutes der deutschen Wirtschaft

Der Immobilien-Index des Instituts der deutschen Wirtschaft ist ein Indikator für die konjunkturelle Entwicklung in der Immobilienwirtschaft. Dafür werden kontinuierlich  Vorstände der deutschen Immobilienunternehmen befragt, wie sie die aktuelle Geschäftslage ihres Unternehmens beurteilen und welche Entwicklung sie erwarten. Mithilfe der Antworten lassen sich Rückschlüsse ziehen auf die gegenwärtige Lage und die konjunkturellen Aussichten der gesamten Immobilienbranche für die kommenden 12 Monate. Subindizes für die vier wichtigsten Teilmärkte Büro, Handel, Wohnen und Projektentwicklung zeigen ein differenzierteres Bild der Stimmungslage. Die Ergebnisse werden vierteljährlich im Handelsblatt und auf der Website des Institutes der deutschen Wirtschaft veröffentlicht.

Welcher Index für Ihre Zwecke am besten geeignet ist, hängt davon ab, ob Sie sich mehr für den Wert, für die Ertragskraft oder für die Erwartungen über künftige Aussichten informieren möchten.

Topics: Management & Verwaltung


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