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Hinter den Kulissen von SEPA – Version 3.0

Eingestellt von Achim Raiser am 10. Januar 2017 14:42:37 MEZ

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Achims Kolumne von Achim Raiser

Nachdem SEPA (Single Euro Payments Area) spätestens in diesem Monat die länderspezifischen Bankleitzahlen und Kontonummern abgelöst hat*, war und ist eine der Hauptthematiken für deutsche Anwender die Fragestellung, wie und wann ein Lastschrifteinzug unter SEPA erfolgen kann. Neben der SEPA-Basislastschrift im CORE-Verfahren wurde COR1 zum Quasi-Standard für das SEPA-Lastschriftverfahren analog zum vormaligen landesspezifischen Bankeinzug.


Mit Version 3.0 zum SEPA-Zahlungsverkehr (DFÜ) sind nun mit der konsequenten Weiterentwicklung von SEPA weitere Anpassungen geplant – gültig ab 20.11.2016. Diese finden mehr oder weniger hinter den Kulissen von SEPA statt. Augenfällig ist, dass das COR1-Verfahren wegfallen wird - CORE übernimmt die Funktionalität von COR1.


Die Vorlaufzeiten von CORE Basislastschrift sind dann wie bei COR1. Zudem fällt die Unterscheidung zwischen Erst- und Folgelastschrift weg. Die Vorlaufzeit ist damit auf maximal zwei Wochen festgelegt – der Ausführungstermin darf also maximal zwei Wochen nach dem Erstellungsdatum der Datei liegen.


Dies stellt für die meisten Anwender demnach keine Änderung im Workflow dar. Hinter den Kulissen ändert sich aber das Format der Austauschdatei. Der Wechsel bzw. die Unterstützung der Dateistruktur im PAIN 001-Format (statt PAIN 003 in Deutschland) muss durch die Hersteller der jeweiligen Software und die Banken als Empfänger der einzureichenden Daten sichergestellt werden. Hier sieht sich also auch die Crem Solutions in der Pflicht.


Natürlich wird es wieder Übergangsfristen geben. Die meisten Banken planen, die Anpassung nach dem DFÜ-Abkommen Version 3.0 ab dem 20.11.2016 zu unterstützen. Kunden der Crem Solutions werden daher im Vorfeld von uns rechtzeitig mit den erforderlichen Programmanpassungen versorgt, damit einem Wechsel im November 2016 nichts im Wege steht. Wir werden Sie dann auch mit einem aktualisierten Dokument zur SEPA-Umstellung informieren und auch in der Customer Community zu den Neuerungen posten. Der Wechsel sollte dann ab dem 20.11.2016 ohne großen Aufwand erfolgen.


Tipp: Sie müssen nicht sofort umstellen. Wenn Sie nach dem 20.11.2016 COR1-Daten einreichen, wird die Bank diese selbst im weiteren Verlauf nach CORE lt. Version 3.0 wandeln. Lassen Sie sich am besten zuerst von Ihrer Bank schriftlich bestätigen, ab wann diese selbst das neue Format lt. DFÜ-Abkommen Version 3.0 bei der Einreichung unterstützt. Wenn Sie mehrere Banken nutzen, sollten Sie erst dann umstellen, wenn alle das neue Format verarbeiten können. Erfahrungsgemäß wird es auch hier eine großzügige Übergangsfrist geben (wahrscheinlich bis Ende 2017 oder auch bis Einführung von Format 3.1). Diese Übergangsfrist sollten Sie daher auch bei der Gelegenheit bei Ihrer Bank abfragen, um so Ihre persönliche Umstellung auf das neue Format optimal zu planen.


*Private Bankkunden konnten die alten Kontonummern und Bankleitzahlen für nationale Zahlungen bis zum 1. Februar 2016 nutzen. Danach wurden diese durch IBAN ersetzt. Bis zu diesem Termin wurden diese Nummern durch die Banken umgewandelt. (Vgl. Deutsches SEPA-Begleitgesetz vom 3. April 2013.) Ab dem 01. Februar 2016 dürfen für sämtliche Zahlungen nur noch die IBAN verwendet werden.


Für das Elektronische Lastschriftverfahren (ELV) galt eine Übergangsregelung (deutsches SEPA-Begleitgesetz § 7c; BGBl. 2013 I S. 610) – ebenfalls bis zum 01. Februar 2016.


Hintergrundinfo: Am 16. Dezember 2015 wurden in der Sitzung des DK Ast "DFÜ mit Kunden" alle noch zur Abnahme stehenden Change Requests für Version 3.0 der Anlage 3 des DFÜ-Abkommens (gültig ab November 2016) verabschiedet. Alle stehen unter Anlage-3 zum Download bereit:

www.ebics.de/spezifikation/dfue-abkommen-anlage-3-formatstandards und hier www.ebics.de/fileadmin/unsecured/anlage3/anlage3_pain001/pain_ex/pain.001.003.03.xml

Topics: Achims Kolumne


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