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Digitalisierung der Immobilienwirtschaft - Treiber und notwendige Konsequenz

Eingestellt von Philipp Spitz am 12. September 2018 09:26:00 MESZ

Digitalisierung_Immobilienwirtschaft_Treiber

Digitales & Technologie von Philipp Spitz

Immobilien werden immer weniger ausschließlich als reine Verwaltungsobjekte betrachtet, sondern zunehmend als strategische Ressourcen innerhalb der jeweiligen Portfolios. Beleuchtet man dies aus dem Blickwinkel der Immobilienverwaltung, ergeben sich daraus zwangsläufig steigende Anforderungen an ein zeitgemäßes Immobilienmanagement. Mieter und Eigentümer erwarten heute serviceorientierte Dienstleister - dementsprechend steigt die Bedeutung des Service- und Managementaspektes in der Immobilienverwaltung. Daraus ergibt sich für Eigentümer und Investoren auf der einen sowie für Immobilienmanager auf der anderen Seite konkreter Handlungsbedarf. Gebäude werden z. B. durch den Einsatz von Smart Home- bzw. Smart Building-Technologien aufgewertet und vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten zugeführt. Die Verwaltung derartiger Objekte kann sich dementsprechend komplex gestalten, eröffnet den Unternehmen aber auch hervorragende Chancen, neue Wertschöpfungsmodelle zu entwickeln und nachhaltige Services am Markt zu platzieren sowie letztendlich die eigene Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen.

Der Digitalisierung kommt in Zukunft eine tragende Rolle innerhalb der Immobilienwirtschaft zu  

Demzufolge kommt der Digitalisierung der Immobilienwirtschaft sowie den damit einhergehenden Trends eine tragende Rolle zu, die zur steten Weiterentwicklung des Wirtschaftszweiges beiträgt. So lässt sich festhalten, dass die Anwendung von Innovationen in der Immobilienwirtschaft dringend notwendig ist. Dennoch sollte der Prozess der digitalen Transformation schrittweise erfolgen. Es ist zu empfehlen weder das Unternehmen in Hinsicht auf benötigte Ressourcen, noch die handelnden Personen bezüglich ihrer digitaler Kompetenzen zu überfordern. Darüber hinaus ist es wichtig, im ersten Schritt die Grundlagen für einen nachhaltigen Transfer bisher analog durchgeführter Prozesse hin zu digitalen Arbeitsschritten sicherzustellen. 

Zukunftssicherheit durch digitales Alleinstellungsmerkmale sicherstellen 

Die Fragestellung "Was ist für uns sinnvoll?", die sich jedes Unternehmen angesichts vieler unterschiedlicher Aufgabenbereiche und Organisationsstrukturen stellen sollte, ist entscheidend und kann sich sehr unterschiedlich auf die Digitalisierung der Unternehmen auswirken. Alle digitalen Prozesse müssen den individuellen Arbeitsschritten der jeweiligen Unternehmen angepasst werden. 

Entscheidend für die Unternehmen der Immobilienwirtschaft ist es daher, den Anschluss nicht zu verpassen und sich Schritt für Schritt mit digitaler Arbeitsweise sowie smarten Technologien auseinanderzusetzen. Die Frage, welche Technologie oder Innovation für ein Unternehmen sinnvoll ist, kann jedoch nur individuell entschieden werden - eine Art "digitales Alleinstellungsmerkmal" zu schaffen, ist eine wichtige Bedingung für die Zukunftssicherheit eines Unternehmens. 

Basierend auf dem jeweiligen Tätigkeitsfeld und den daran orientierten Prozessen müssen Unternehmen, bestenfalls mit Unterstützung eines Software-Partners, ihren eigenen Weg in die Digitalisierung planen. Die Kenntnisse und der Bedarf innerhalb der Immobilienwirtschaft in den verschiedenen digitalen Themenfeldern sind sehr unterschiedlich. Trends und Begriffe, wie Big Data, Predictive Analytics, Blockchain, Sensorik, Mensch-Maschine-Schnittstellen oder Robotik sind vielen Beteiligten wahrscheinlich nahezu komplett unbekannt. Wie sollen die Unternehmen also kurzfristig mit digitalen Trends umgehen?  

Kaufmännisches System als Herzstück der IT-Infrastruktur 

Um den Einstieg in die Digitalisierung zu schaffen und das Vorhaben nachhaltig zu gestalten, ist es sinnvoll, das kaufmännische System als Herzstück der IT-Infrastruktur zu sehen. Ganzheitliche Lösungen bieten die Möglichkeit, angrenzende Softwaresysteme an das eigene Programm anzubinden und haben im optimalen Fall tiefe Integrationen und/oder bilaterale Schnittstellen, so dass die Daten in beiden Systemen genutzt und ausgetauscht werden können. Dies ist insbesondere beim Dokumentenmanagement oder der Anbindung von Kommunikationsportalen wichtig, um z. B. die doppelte Stammdatenpflege zu vermeiden und gleichzeitig die Datenkonsistenz sicherzustellen. Im optimalen Fall verfügt das ERP-System selbst bereits über einen breiten Funktionsumfang mit dem sowohl kaufmännische als auch technische Prozesse abgebildet werden können. Basierend auf den jeweiligen Tätigkeitsfeldern und Dienstleistungen der entsprechenden Unternehmen müssen IT-Lösungen möglichst anpassungsfähig sein. Die Offenheit für Schnittstellen zu angrenzenden Partnerlösungen oder die Möglichkeit der Sonderprogrammierung individueller Prozesse für die genutzte Software bilden die Grundlage für eine erfolgreiche Weiterentwicklung.  

Mit Hilfe einer solchen Struktur wird den Organisationen in der Anwendung digitaler Technologien die Chance gegeben, sich zunächst mit der Digitalisierung und Automatisierung einfacher regelmäßiger Arbeitsprozesse an den Umgang mit  digitalen Lösungen heranzutasten und somit die Hemmung vor dem Einstieg zu verlieren. Ist der erste Schritt gemacht, können Unternehmen die Weiterentwicklung ihrer digitalen Prozesse vorantreiben und aktuellen Trends folgen, sofern diese als nützlich erachtet werden. Digitale Serviceplattformen für die Kunden- bzw. Mieterkommunikation oder digitale Dokumentenmanagementsysteme sind z. B. sinnvolle Schritte im Prozess der voranschreitenden Digitalisierung eines Unternehmens.  

Fazit 

Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, Digitalisierung soll helfen, Dinge einfacher zu machen. Digitalisierung sollte dabei auch der Auslöser sein, alle Prozesse – nicht nur die offenkundig unwirtschaftlichen – zu hinterfragen und zu verbessern. So werden die Unternehmen der Immobilienwirtschaft effektiver und sparen Kosten ein. Viele Prozesse im Verwalteralltag sind es wert, besprochen zu werden.

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Erstmals erschienen in Das Grundeigentum Heft 14/2018

(Foto: rawpixel.com, www.pexels.com)

Topics: Digitales & Technologie


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