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Coworking – Ein Trend bei den Büroimmobilien

Eingestellt von Redaktion am 25. April 2018 14:53:15 MESZ

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Trends von Redaktion

Besonders Büroimmobilien sind bei Investoren beliebt die anvisierten Objekte und Portfolios werden jedoch eingehend auf die Nachhaltigkeit von Lage, technischem Stand und Konzept geprüft, bevor Investmententscheidungen getroffen werden. Dabei rückt in diesem Segment derzeit ein Trend besonders in den Fokus. Gemeint sind Coworking Spaces - Bürokonzepte also, die für einen gewissen, durchaus auch sehr kurzen, Zeitraum angemietet werden können. Gerade bei jungen Zielgruppen ist diese Art der Nutzung eine beliebte Möglichkeit und Freelancer oder Start-Ups verlegen ihren Arbeitsplatz immer öfter in diese "Gemeinschaftsbüros" - aber auch immer mehr Unternehmen entdecken die "Kreativwerkstätten" für sich. Dort lassen sich Ideen sammeln, netzwerken und bestenfalls sogar zu Kooperationen kommen. Was ein solches Büro für die potenziellen Mieter zu bieten haben muss und wie es bestenfalls gestaltet wird, oder welche Vorteile das Konzept von Coworking noch mit sich bringt, lesen Sie in diesem Artikel. 

Neue Denkweise bei der Arbeitspaltzgestaltung

Fest zugeordnete Schreibtische, Teppichboden, Aktenschränke. So sehen auch heute noch die Büros vieler Unternehmen aus. Viele Arbeitgeber möchten aber, dass Ihre Mitarbeiter sich wohlfühlen, dadurch motivierter arbeiten und eventuell auf kreative Ideen kommen - „Out-of-the-Box“ sollen sie denken, manchmal einfach bewusst unkonventionell. Wie soll das aber in den alten Büros funktionieren - im Konzernbüro eine Pflanze platzieren, einen Kickertisch in den Durchgang stellen oder eine Sofaecke einrichten? Das kann schnell Unstimmigkeiten geben. Daher gliedert so manch ein Unternehmen einige Mitarbeiter sogar zeitweise aus. Dahin, wo das Arbeitsumfeld ähnlich kreativ ist, wie sie es bestenfalls sein sollen - in einen Coworking-Space. 

Neu gedachten Bürokonzepte

War dieses Büromodell anfangs vor allem etwas für Gründer, StartUps und Freiberufler, die nicht immer in den eigenen vier Wänden arbeiten wollten und Anschluss an Gleichgesinnte suchten, ist es aufgrund der meist kostengünstigen sowie zeitlich flexiblen Anmietmöglichkeiten mittlerweile zu einem Trend auf dem Gewerbeimmobilienmarkt geworden. So gliedert sich dieses Nutzungskonzept für Büroimmobilien mittlerweile immer mehr in die Reihe der neu gedachten Bürokonzepte ein, die bei Unternehmen und Investoren so beliebt sind – Open-Space-Office-Konzepte mit Lounge Charakter etwa oder aber gemischte Konzepte, in denen Büros, Gastronomie und Wohnen vereint werden. 

Untereinander  vernetzen - der soziale Effekt spielt eine große Rolle

Fast in jeder größeren Stadt finden sich mittlerweile Coworking-Spaces, die flexibel anzumieten sind und fast immer kreative Arbeitsräume mit offenen Küchen, Sitzecken, Kickertischen und vielleicht einem Plattenspieler anbieten. Um die Mieter untereinander zu vernetzen, wird oft zum gemeinsamen Frühstück, zur Happy Hour oder einer After-Work-Party eingeladendenn neben der "alltäglichen Arbeit" spielt der soziale Effekt in den Coworking-Spaces eine entscheidende Rolle - Netzwerken, Erfahrungen sowie Ideen austauschen und so bestenfalls etwas Neues entwickeln. Daher laden viele Coworking-Anbieter zu den internen Events auch externe Partner für Veranstaltungen ein - dadurch finden Mitglieder schnell Anschluss im lokalen Ökosystem und können sich vernetzen.  

Durch den informellen Austausch während eines Arbeitstages entstehen aber auch neue Kooperationen und Partnerschaften, die sonst nicht möglich wären. Aus all diesen Gründen schicken heute auch große Konzerne vermehrt einen Teil ihrer Angestellten in Coworking-Spaces oder betreiben teilweise selbst solche Konzepte, um von den Vorteilen zu profitieren. Beim Anbieter Wework machen große Unternehmen bereits ein Viertel der Mieter aus, beim Konkurrenten Mindspace sind es sogar 40 Prozent. 

Modernes Arbeitsumfeld ist ein Pluspunkt, um Mitarbeiter zu motivieren und neue zu gewinnen

Neben der Vernetzung mit anderen Unternehmen soll die Atmosphäre in Coworking-Spaces Innovation und Produktivität fördern. Vor allem Produkt- und Innovationsteams großer Tech Unternehmen und der Kreativbereich profitieren davon und können aus der alten, traditionellen Unternehmensstruktur und Denkweise ausbrechen. Das moderne Arbeitsumfeld ist zudem manchmal ein Pluspunkt, um bestehende Mitarbeiter zu motivieren und neue zu gewinnen - gute Mitarbeiter zu finden ist heute extrem schwierig. Einzelne Faktoren, wie der Arbeitsplatz und weitere Leistungen, wie beispielsweise Homeoffice-Regelungen können den entscheidenden Unterschied machen qualifizierte Arbeitskräfte für sich zu gewinnen. Und da Coworking einen modernen Lifestyle repräsentiert, der die jungen "Millennials" anzieht - die Generation, die bis 2020 mehr als 50 Prozent der weltweiten Belegschaft ausmachen wird - kann die Ausgliederung mancher Arbeitsplätze im Zuge des Employer Brandings durchaus Sinn machen. 

Gute Preisgestaltung

Zu den wichtigsten Kriterien, mit denen Coworking Spaces überzeugen müssen, gehört eine gute Preisgestaltung. Mithilfe einer sinnvoll gewählten Ausstattung sowie dem Einsatz digitaler Lösungen zur Verwaltung solcher Flächen kann der Aufwand so gestaltet werden, dass die Miete unter der für ein normal ausgestattetes Büro liegtauf diese Weise sollte das Konzept neben der jungen Zielgruppe vielleicht auch für Unternehmen eine Kostenersparnis bzw. die gleichen Kosten bei höherem Mehrwehrt ermöglichen. Eine Faustregel besagt, dass Mitglieder eines Coworking-Spaces im Vergleich zu einem herkömmlichen Büro etwa 20 bis 40 Prozent ihrer Ausgaben sparen. Oft kann man bei den Coworking-Anbietern Mitglied werden - die Mitgliedschaften sind dann oftmals "All-Inclusive-Angebote" und umfassen neben der Einrichtung, Steuern und Reinigungskosten einen Internetanschluss, Kaffee, Snacks sowie Druckernutzung.

Flexibles und intelligentes Flächenmanagement ist wichtig

Die attraktiven Preise und flexiblen Nutzungsmöglichkeiten können so manch eine Bürogemeinschaft toppen – da das Konzept aber immer beliebter wird, kann es in den Coworking-Spaces mitunter auch recht voll und laut werden. Aspekte, die eine Arbeitsatmosphäre manchmal stören. Dem kann man aber entgegenwirken - zum einen mit einem durchdachten Konzept, beispielsweise mit abgetrennten Räumen, in denen Telefonate und Besprechungen unerwünscht sind. Zum anderen mit einem intelligenten und flexiblen Management von Flächen und einer Raum- und Tischverwaltung. Die Flexibilität und die Abrechnung der Flächen klingt nach viel Arbeit für die Coworking-Betreiber oder Immobilienverwalter und stellt manche Unternehmen vor Herausforderungen - muss es aber nicht. Denn mit einer modernen Software für das Immobilienmanagement mit integriertem Flächenmanagement und der Möglichkeit, ein Buchungssystem über eine Schnittstelle zu integrieren kann diese Aufgabe ganz unproblematisch abgebildet und organisiert werden.  

Gute Erreichbarkeit in dennoch preiswerten Innenstadtlagen

Weitere Kriterien für den Erfolg eines Coworking-Space sind gute Erreichbarkeit, flexible Mietverträge, eine gute Basisausstattung sowie eine ansprechende Arbeitsatmosphäre der Räume. Für eine gute Erreichbarkeit sollten Coworking Spaces im Bereich gut an Busse oder Bahnen angeschlossener Innenstadtlagen liegen, die in "angesagten", aber noch preiswerteren Stadtteilen liegen - schlichtweg in Nähe der dort oft lebenden Zielgruppe. Damit die Mieten zusätzlich niedrig gehalten werden, ist zu empfehlen, nicht direkt mit großem Schaufenster zur Straße punkten zu wollen. Vielmehr ist der Weg in den Hinterhof oder in eine höhere Etage älterer Büro- und Gewerbegebäude manchmal vorteilhaft und schafft Kostenersparnisse. 

Nur das nötigste an Technik - WLAN und sonst fast nichts

Die technische Ausstattung der Coworking-Spaces reduziert sich oft auf die Geräte, die für die Büroarbeit unumgänglich sind. Teure Telefonanlagen an jedem Platz gehören selten dazu, weil Handy und WLAN heute meist schon ausreichen. Coworking Spaces, die aber als Grundausstattung mehr als nur einen drahtlosen Internetzugang mit Sitz, Tisch und einen Wasserkocher anbieten, kommen bei den Kunden noch besser an. Für Anbieter von Arbeitsraum, bei denen die Investition nicht die oberste Rolle spielt, kann seinen Mitgliedern bedenkenlos auch Espressomaschinen und hochwertige Büromöbel bieten, solange sich die Investitionen nicht auf unnötig erhöhte Preise auswirken. In manchen Coworking-Spaces findet man zudem eine moderne Foodarea, in der oft Snacks und besondere Getränke erworben werden können. Neben dem gut durchdachten Gesamtkonzept mit einigen Services hängt der Erfolg jedoch weniger von einer luxuriösen Ausstattung ab, als von den vielen beratenden und unterhaltenden Veranstaltungen sowie der Möglichkeit zur Interaktion, die im Hause für die Mitglieder organisiert werden oder stattfinden. 

Eine kleine Inspiration für die Immobilienwirtschaft

Vielleicht hat Ihnen dieser Artikel einen Einblick hinter das Konzept von Coworking-Spaces und die Vorteile verschaffen können und liefert damit die Inspiration, das ein oder andere lange leer stehende Objekt aus Ihrem Bestand in einen modernen, flexiblen Arbeitsraum zu verwandeln und so neu vermarkten. Mit einer Software für die Immobilienverwaltung lässt sich das Management dieser Flächen strukturiert abbilden, ohne den Aufwand in die Höhe zu treiben und die neue Möglichkeit könnte zu einem Mehrwehrt in Ihrem Unternehmen werden.

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