Crem Solutions Blog


Betriebskosten-Benchmarking: Das sollten Vermieter und Verwalter beachten

Eingestellt von Redaktion am 8. Februar 2017 09:25:08 MEZ

Betriebskosten Benchmarking

Management & Verwaltung von Redaktion

Hohe Betriebskosten: Mieter wollen sie vermeiden, Vermieter könnten versucht sein, sie als Durchlaufposten zu vernachlässigen. Doch das ist zu kurz gedacht. Hohe Betriebskosten belasten die Rentabilität des Wohnungsbestandes, erschweren die Vermietbarkeit von Wohnungen – und führen immer wieder zu Streitigkeiten mit Mietern. Die Lösung liegt in professionellem Betriebskostenmanagement durch Betriebskosten-Benchmarking.

Sie verärgern nicht nur den Mieter, sondern schaden auch dem Vermieter: zu hohe Betriebskosten. Sie verteuern die Wohnung, unter Umständen sogar so sehr, dass der Mieter sie sich nicht mehr leisten kann. Damit steigt das Leerstandsrisiko. Eine Wohnung, die lange leer steht, ist jedoch nur schwer am Markt zu platzieren. Der Vermieter muss dann durch eine Senkung der Nettokaltmiete gegensteuern. Das bedeutet, auf Einnahmen zu verzichten. Bei Leerstand werden hohe Betriebskosten zudem nicht nur für die Weitervermietung problematisch. Über die Hälfte dieser Aufwendungen sind nicht verbrauchsabhängig und fallen somit auch bei nicht vermieteten Wohnungen an. Umgekehrt eröffnen niedrige Betriebskosten Wettbewerbsvorteile bei der Vermietung und Spielräume beim Mietpreis. Aus diesen Gründen sollten Vermieter dringend darauf achten, die Betriebskosten niedrig zu halten. Dies gelingt mit einem professionellen Betriebskostenmanagement.

Betriebskostenmanagement: Ausgaben optimieren

Nur durch strukturiertes Betriebskostenmanagement lassen sich Einsparpotenziale systematisch aufdecken und Aufwendungen optimieren. In der Folge können Sie präzise Veränderungen zur Senkung der Kosten in Angriff nehmen – von schnellen Maßnahmen ohne größere Aufwendungen etwa, wie dem Ersatz von Restabfallbehältern durch Papierbehälter, bis hin zu größeren Investitionen, die im Gegenzug erhebliche Einsparmöglichkeiten bieten, beispielsweise der Einbau einer effizienten Heiztechnik.

Kein Betriebskostenmanagement ohne Betriebskosten-Benchmarking

Die wichtigste Voraussetzung für ein erfolgreiches Betriebskostenmanagement ist ein solides Benchmarking. Damit ist ein Verfahren gemeint, das den Vergleich einzelner Immobilien mit anderen, ähnlichen Immobilien hinsichtlich der Betriebskosten erlaubt. Durch diese Methode wird schnell klar, in welchen Positionen die Ausgaben für die fragliche Immobilie von vergleichbaren Objekten abweichen und wo Änderungen in Angriff genommen werden müssen. Die Vorteile lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Abweichungen der Kosten vom üblichen Maß können Sie sofort erkennen und analysieren.
  • Die Optimierung der Betriebskosten durch organisatorische, technische oder vertragsrechtliche Maßnahmen erhält eine faktenbasierte Grundlage.
  • Bereits vor Versand der Betriebskostenabrechnungen können Sie Fehlbuchungen und Unplausibilitäten bereinigen. Damit wächst die Rechtssicherheit.
  • Leerstandsverluste können Sie minimieren, Spielräume für Mieten optimieren.
  • Sie nehmen die Treuhänderfunktion für die vom Mieter geleisteten Betriebskostenvorauszahlungen besser wahr.
  • Sie werden den Aufgaben der Immobilienverwaltung gerecht, indem Sie das Wirtschaftlichkeitsgebot gem. BGB  beachten.
  • Sie stärken Ihre Wettbewerbsposition und erzielen einen Imagegewinn.
  • In einer ersten Stufe können Sie unternehmensintern sämtliche Betriebskostenarten aller Gebäude oder Wohnungen vergleichen und damit aufzeigen, in welcher der verwalteten Immobilien der Handlungsbedarf am dringendsten ist.
  • Die zweite Stufe der Vergleich mit Objekten anderer Wohnungsunternehmen – liefert Erkenntnisse, die zu weitergehenden Betriebskostenoptimierungen anregen.

Die Geislinger Konvention: Grundlage für das Betriebskosten-Benchmarking

Im Jahr 2000 trat ein Arbeitskreis mit dem Ziel zusammen, Normen zu entwickeln, die eine Vergleichbarkeit von „Strukturdaten und Betriebskosten“ ermöglichen sollten. Sieben Jahre später unterschrieben Verbände und Dienstleister der Immobilienbranche den erarbeiteten Vertrag, die sogenannte Geislinger Konvention. Sie ist seitdem die Grundlage für Betriebskostenvergleiche und legt fest, was genau zwischen zwei Verwaltungsobjekten verglichen werden muss. Um aussagekräftige Vergleiche zu ziehen, war jedoch eine große Menge an Daten nötig. Verschiedene Dienstleister stellten daraufhin die Zahlen ihrer eigenen Bestände in einer Datenbank zur Verfügung. Über Online-Portale können diese nun genutzt werden.

Drei Benchmarking-Tools für Ihr Betriebskostenmanagement

Ermöglicht durch die Geislinger Konvention stehen Vermietern und Verwaltern drei Benchmarking-Tools zur Verfügung. Durch vielfältige Analysemethoden und grafische Darstellungen liefern sie solide Arbeits- und Entscheidungsgrundlagen.

  • Die Immobench-Datenbank der Treureal GmbH: Hier liegen die Kostendaten über viele Jahrgänge von rund 700 000 Mieteinheiten.
  • Die wohncom-Datenbank der WohnCom GmbH Berlin enthält laut Eigenangaben die Daten von 1,65 Millionen Einheiten.
  • bekobench von DomData hält die Daten von 70 Unternehmen mit 500 000 Einheiten zum Vergleich bereit.

Die Vorteile: optimierte Kosten, weniger Streitigkeiten

Mithilfe dieser Analyse-Tools ist schnell erkennbar, in welchen Bereichen zu hohe Kosten verursacht werden. Sie arbeiten, dank Geislinger Konvention, verlässlich und einheitlich über alle Kostenarten. Dadurch schaffen Sie nicht nur die Grundlage für eine Optimierung der Betriebskosten. Bei Streitigkeiten mit Mietern oder Diskussionen in der Eigentümerversammlung versachlichen Sie durch faktenbasierte Analysen die Diskussion und führen Entscheidungen herbei.

Um Fehler in der Abrechnung der Betriebskosten zu vermeiden, stehen Ihnen ebenfalls verschiedene Software-Tools zur Verfügung: Nutzen Sie beispielsweise die vereinfachte Heizkostenabrechnung in Immobilienmanagement-Lösungen wie iX-Haus von Crem Solutions.

Topics: Management & Verwaltung


Digitalisierungs_ABC_final_2-3Begriffe der Digitalisierung auf den Punkt gebracht

Die Digitalisierung bringt eine Fülle neuer Technologiebegriffe mit sich, die für Immobilienverwalter und Immobilienunternehmen schon bald unerlässlich sein werden. Erfahren Sie in unserem E-Book „Verwalter-ABC der Digitalisierung“, was sich hinter KI, IoT, oder NFC, verbirgt.

Zum Digitalisierungs-ABC


Prozesse effektiv abbilden und Wettbewerbsvorteile sichern.

Crem-Solutions-ERP-System-2

Laden Sie sich unser E-Book herunter und erfahren Sie, was Sie bei der Einführung beachten sollten.

E-Book herunterladen


Kein Thema verpassen - melden Sie sich für unsere Blog-Infomail an und erfahren Sie vor allen anderen von den wichtigsten Themen der Immobilienwirtschaft


Letzte Beiträge


Melden Sie sich für unseren Newsletter an und bekommen so die neusten Infos über Crem Solutions regelmäßig per E-Mail.

Anmeldung Newsletter