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So bereiten Sie Ihre Immobilien auf den Winter vor

Eingestellt von Redaktion am 21. Dezember 2017 09:47:32 MEZ

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Management & Verwaltung von Jens Hoffstiepel

Die Bäume haben ihre Blätter schon längst abgeworfen und die Temperaturen sinken immer weiter. Den ersten Schnee haben wir nahezu deutschlandweit hinter uns und in Räumen lässt es sich oft nur mit aufgedrehter Heizung aushalten. Höchste Zeit also, nicht nur sich selbst, sondern auch Ihr Haus bzw. Ihre Wohnung winterfest zu machen.
Denn der wirkliche Winter kommt wahrscheinlich noch auf uns zu. Bevor es also richtig frostig wird, sollten Sie an und in Ihren Immobilien einige Maßnahmen ergreifen. Worauf Sie als Hausbesitzer, Verwalter oder Mieter dabei achten sollten? In folgendem Artikel geben wir Ihnen einige Tipps mit in die kalte Jahreszeit.

Sind Fenster und Türen dicht?

Mit dem Wintereinbruch ist es Zeit, die Heizung im Haus zu checken und sich um den Winterdienst zu kümmern. Unerlässlich für die richtige Wintervorbereitung eines Hauses ist zudem die Überprüfung der Fenster und Türen. Diese sollten keine undichten Stellen aufweisen, durch welche Kälte ein- oder Wärme austreten kann. Zugluft durch einen beispielsweise großen Türspalt bringt einen großen Wärmeverlust mit sich. Entsprechende Abdichtungsleisten, Dichtungen und Türvorleger sind kostengünstig in Baumärkten zu erwerben, simpel zu installieren und beheben das Problem leicht und schnell. Zudem schützen solche Maßnahmen vor eintretender Feuchtigkeit, die eventuell zu größeren Problemen in Ihren Immobilien führen kann. Besonders in der Winterzeit, in der oft viel geheizt und nicht so ausgiebig gelüftet wird, kann Feuchtigkeit zur Bildung von Schimmel führen.

Heizungsanlage überprüfen und richtig einstellen

Wenn es jetzt draußen kalt wird, möchte man es in den eigenen vier Wänden wohlig warm haben. Um Wohnungen richtig warm zu bekommen, spielt eine einwandfrei funktionierende Heizung eine entscheidende Rolle. Dabei kann schon eine falsche Einstellung der Heizungsanlage ein richtiges Aufwärmen der Heizkörper und somit der Räume verhindern und verursacht nebenher noch höhere Energiekosten aufgrund eines steigenden Verbrauchs. Um die richtige Einstellung des Heizbrenners und die Wartung des Heizkessels sollte sich immer eine Fachkraft kümmern, die sich mit Heizungsanlagen auskennt. Dies sollte regelmäßig geschehen - ein Fachmann kann erkennen, wenn die Heizung mehr Energie verbraucht als nötig und dementsprechend Veränderungen vornehmen, auf diese Weise können Sie viel “verheiztes” Geld sparen. Zudem wird die Lebensdauer der gesamten Heizungsanlage durch regelmäßige Wartungen erhöht, dabei hilft auch moderne, smarte Technik, wie beispielsweise Predictive Maintenance. Regelmäßige Wartungen bzw. Wartungstermine lassen sich heutzutage einfach mit einer Software für das Immobilienmanagement planen und automatisieren.

Heizung entlüften

Kleinere Maßnahmen hingegen können Eigentümer oder Bewohner jedoch auch ohne spezielles Fachwissen durchgeführt werden. So beispielsweise die Entlüftung der Heizung - detailliert und einfach erklärt in unseren Energiespartipps. Überschüssige Luft im Heizkörper verhindert, dass er optimal Wärme abgeben kann. Nach dem Entlüften sollte zudem der Wasserstand der Heizungsanlage geprüft und unter Umständen neues Wasser nachgefüllt werden.

Ein Trugschluss ist, dass man Heizungen über Nacht ausstellen sollte, damit man Geld spart. Dem ist nicht wirklich so. Immobilien kühlen ohne Heizung natürlich über Nacht aus und müssen dann wieder stärker geheizt werden, damit überhaupt wieder eine angenehme Raumtemperatur entsteht. Dieser Vorgang dauert nicht nur lange, sondern ist darüber hinaus auch nicht gerade energiesparend. Grundsätzlich ist demnach es besser, wenn die Wohnung oder das Haus stets etwas beheizt sind, auch wenn man vielleicht gerade gar nicht anwesend ist. So sollten die Heizkörper beim Verlassen des Hauses oder der Wohnung zwar heruntergeregelt werden, aber immer auf niedrigster Stufe weiterlaufen. Das vermeidet zudem ein Einfrieren der Rohre und sie sind vor dem Platzen durch Vereisung geschützt.

Alternative - ein Kaminofen

Für viele Menschen ist ein Kaminofen eine etwas günstigere und vor allem angenehme Alternative zu heizen. Wer einen solchen Ofen installieren möchte, sollte vorher einen Experten um Rat fragen. Ein Schornsteinfeger ist beispielsweise oft eine gute Adresse, wenn es um die Installation eines Kaminofens geht. Er kann hinsichtlich der Heizleistung verschiedener Ausführungen weiterhelfen und die Voraussetzungen in den Wohnräumen prüfen.

Dabei gibt es verschiedene Punkte zu beachten. Ein Kaminofen darf beispielsweise keinen direkten Kontakt zum Boden haben, sondern muss auf einer Sicherheitsplatte aus Stahl oder Glas stehen. Zudem ist ein Mindestabstand zu brennbaren Materialien, wie Möbeln oder Teppichen einzuhalten. Um dies alles zu planen und einem eventuell entstehenden Mehraufwand beim Kauf und Aufbau eines Kaminofens entgegenzuwirken, ist es zu empfehlen den Experten so früh wie möglich in die Planung miteinzubeziehen. Zu beachten ist, dass eine Abnahme durch den Schornsteinfeger vorgenommen werden muss, bevor ein Kaminofen das erste Mal in Betrieb genommen werden darf - bei Missachtung dieser Vorgabe kommt im Zweifel die Versicherung nicht für Brandschäden auf.

Dach und Regenrinnen

Neben Schnee und Regen bringt der Winter auch eventuelle Stürme mit sich, diese können einem Dach ganz schön zusetzen. Damit es also im Winter nicht zu unlieben Überraschungen kommt und es vielleicht in die Wohnung tropft, ist es sinnvoll, vorher prüfen zu lassen, ob am Dach noch alles fest sitzt. Dabei kann man in einem Zug direkt auch die Regenrinnen reinigen lassen. Sie sollten vor dem Winter von dem vielen im Herbst herabgefallenen Laub, Nadeln und Moos frei sein, sonst kann sie überlaufen und die Fassade benässen und Feuchtigkeit erzeugen.
Dazu besteht das Risiko, dass überlaufendes Wasser bei Frost spitze Eiszapfen bildet, die abbrechen und beim Herabfallen jemanden verletzen können. Auch das Fallrohr sollte nun kontrolliert werden. Staut sich hier Wasser, kann das Rohr bei Minusgraden platzen.

Winterdienst einplanen

Mit den Wintermonaten kommen Schnee und Eis und somit auch die Verkehrssicherungspflichten auf Besitzer bzw. Bewohner von Immobilien zu. Doch wer muss sich um die Schneeräumung und das Streuen der angrenzenden Gehwege kümmern?

Nach den Satzungen vieler Städte und Gemeinden ist dafür der Anlieger, also der Immobilieneigentümer oder auch eine Eigentümergemeinschaft verantwortlich. Es ist aber ratsam, sich über die lokal geltenden Regeln zu informieren. Besonders darüber, wie die Zuständigkeitsbereiche von Kommunen und Anliegern abgegrenzt sind und auf welche Breite die Wege frei von Schnee und somit gesichert sein müssen. Oft genügt es, sich mit den lokalen Satzungen zum Winterdienst oder zur Straßenreinigung vertraut zu machen. Kommt man seinen Pflichten nicht oder nicht sachgemäß nach, drohen Bußgelder oder bei Unfällen ein Verlust des Versicherungsschutzes.

Der Eigentümer kann die Streupflicht bei einem Mehrfamilienhaus natürlich auch an einen Mieter übertragen, muss jedoch dafür sorgen, dass die Räumung der Wege dann auch regelgerecht erfolgt. In komplett verwalteten Mietshäusern ist es gestattet, die Sicherungspflicht auf die Bewohner zu übertragen. Das muss jedoch ausdrücklich im Mietvertrag festgelegt sein. Eine entsprechende Klausel in der Hausordnung ist nur wirksam, wenn der Mieter diese vor Vertragsabschluss einsehen konnte. Beauftragt eine Verwaltung oder ein Eigentümer einen professionellen Winterdienst, steht er als Auftraggeber in der Kontrollpflicht. Wurden Schneeräumung und Streuung nicht ordnungsgemäß ausgeführt, muss nachgebessert werden.

Allgemein gilt, dass der Bürgersteig vor dem Haus sowie der Hauseingang verkehrssicher sein müssen. Die Pflicht zur Schneebeseitigung und zur Ausbringung von Granulat oder Sand besteht bei entsprechender Witterung in der Regel werktags zwischen 7 und 20 Uhr, an Sonn- und Feiertagen zwischen 9 und 20 Uhr. Schneit es mehrfach am Tag oder bildet sich wiederholt Glatteis, bedeutet das, dass unter Umständen mehrmals dem Winterdienst nachgekommen werden muss. Sollte es durchgehend schneien oder sich Eis bilden, darf mit den Streu- und Räumungsarbeiten gewartet werden, bis sich die Witterungsverhältnisse bessern.


Mit diesen Ratschlägen wird Ihre Immobilie den Winter schadenfrei überstehen und alle Bewohner werden sich auch in der kalten Jahreszeit wohlfühlen. Gerade als Vermieter oder Verwalter sollte solch ein Wintercheck Ihrer Immobilien zum Service für Ihre Mieter gehören. Speichern Sie sich direkt einen Termin mit einer Checkliste in Ihrer Verwaltungssoftware, lassen sich an diese Aufgabe erinnern und beauftragen zur richtigen Zeit direkt aus der Software die benötigten Fachkräfte.

Topics: Management & Verwaltung


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