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Smart Homes und Internet of Things - Automatisierungs- und Vermarktungschance für die Immobilienverwaltung

Eingestellt von Jens Hoffstiepel am 23. August 2017 12:35:08 MESZ

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Digitales & Technik von Jens Hoffstiepel

Einige Male schon haben wir über die Digitalisierung von Unternehmen in der Immobilienwirtschaft geschrieben, beispielsweise über Softwarelösungen für die Immobilienverwaltung, über hilfreichen Apps oder über die Umsetzung digitaler Prozesse in Unternehmen. Aber auch der verwaltete Immobilienbestand kann mithilfe der Smart Home-Technologie unterstützt von “Internet of Things”-Anwendungen (IoT) in die digitale Welt eingebaut werden und der Immobilienwirtschaft die alltägliche Arbeit erleichtern. Was es mit den Begriffen auf sich hat und wie nicht nur die Bewohner der Immobilien von den Technologien profitieren können, sondern auch die Immobilienverwaltung, lesen Sie in folgendem Artikel.

Der Begriff “Smart Home” ist, genauso wie die Digitalisierung, momentan ein viel behandeltes Thema in der Immobilienwirtschaft. Der Begriff beschreibt ein “intelligentes Zuhause”, wobei in ein Haus oder eine Wohnung verbaute Geräte mit dem Internet verbunden sind und auf diese Weise viele Dinge des Alltags automatisieren können oder aus der Ferne regelbar machen. Dafür ist die Technik rund um den Begriff “Internet of Things” oft das zentrale Steuerungsinstrument bei einem Smart Home. Internet of Things ist der Oberbegriff für mit dem Internet verbundene Haushaltsgeräte, Apparate sowie andere Objekte, die “automatisch” Daten senden, empfangen oder austauschen. Diese Technik macht die Geräte dann mithilfe eines Smartphones, Tablets oder PCs steuerbar.

Die Instrumente des Smart Homes unterstützen Mieter dabei, viele Dinge des Alltags zu vereinfachen.

In einem Smart Home helfen diese Instrumente den Mietern dabei, viele Annehmlichkeiten in ihren Wohnungen bzw. Häusern zu schaffen und viele Dinge des Alltags zu vereinfachen. Ist z. B. der Kühlschrank leer - kein Problem. Mit der eingesetzten Technologie des Smart Homes füllt er sich quasi wieder eigenständig auf. Direkt verknüpft mit dem Internet oder aber mit einem intelligenten Lautsprechersystem, wie dem Amazon Echo oder dem Google Home bestellt der Kühlschrank eigenständig die Lebensmittel, die fehlen. Dies ist nur ein Anwenderbeispiel, wie die Technologie unser Zuhause immer mehr zu einem Smart Home macht.

Genauso simpel kann mittlerweile die Temperatur der Heizung von unterwegs eingestellt und die Jalousieanlage bedient werden. Mittels der IoT-fähigen Vernetzung von Temperaturreglern oder Bedienelementen der Rollos kann der Nutzer alle Geräte über eine App direkt steuern, egal, an welchem Ort er sich befindet. Das Ganze ist heutzutage schon recht kostengünstig und simpel für fast Jedermann einzurichten.

Für Immobilienunternehmen bieten IoT- und Smart Home-Anwendungen innovative Systeme und Produkte, die die alltägliche Arbeit erleichtert.

Die oben genannten Beispiele betreffen größtenteils die Mieter von Immobilien, indem sie ihnen das Leben vereinfachen. Auch für Immobilienunternehmen selbst bieten die Möglichkeiten des IoT und des Smart Home mittlerweile innovative Systeme und Produkte, die die alltägliche Arbeit erleichtert. So können beispielsweise Smart Meter und der Einsatz von Sensoren eine große technische Unterstützung für Unternehmen sein. Diese beiden Lösungen können auch heute schon gut und relativ kostengünstig umgesetzt werden können:

1. Automatisierung mit smarten Zählersystemen

Eine der langwierigsten Aufgaben der Immobilienverwaltung ist meist die Erstellung der Nebenkostenabrechnung. Angefangen mit dem Ablesen von Strom-, Gas-, oder Wasserzählern und der Heizkostenverteiler in den verwalteten Immobilien über das Eingeben der Daten in eine Exceltabelle oder die genutzte Softwarelösung, bis zum Versand der Abrechnung. Mit dem Einsatz smarter Mess- und Energiesysteme des IoT lassen sich diese Arbeitsschritte größtenteils automatisieren. Intelligente Zählersysteme, die Smart Meter, oder intelligente Heizkostenverteiler übermitteln die Daten direkt via Internet an den jeweiligen Dienstleister, der sie zur Weiternutzung für die Unternehmen bereitstellt. Diese Daten lassen sich dann ohne manuellen Aufwand in die Verwaltungssoftware einlesen. Das Beauftragen eines Unternehmens für eine direkte Ablesung der Daten ist daher unnötig und das eigenständige einpflegen der Daten entfällt. Auf diese Weise spart man Kosten und gleichzeitig Zeit.

2. Schon vorher wissen, was kaputt geht

Die Technik des Predictive Maintanance kann die Arbeit von Immobilienverwaltungen verändern und vereinfachen. Das intelligente System ermöglicht es, bevorstehende Defekte oder Störungen von Geräten frühzeitig zu erkennen. So können Reparaturmaßnahmen eingeleitet werden, bevor der jeweilige Schaden eintritt. Die Technik bedient sich verschiedener Technologien, um Störquellen ausfindig zu machen. Ein wichtiges Element sind Sensoren, die via Ultraschall-, Vibrations- oder Temperaturmessung potenzielle Probleme in Geräten feststellen. Sobald etwa die Betriebstemperatur einer Maschine einen kritischen Wert erreicht, erkennt der jeweilige Sensor den bevorstehenden Ausfall und schlägt Alarm.

So sind beispielsweise komplette Ausfälle von Heizungsanlagen oder Fahrstuhlsystemen zu vermeiden. Die vorbeugenden Reparaturen vermeiden einen Komplettausfall und sind wesentlich kostengünstiger sowie mit weniger Aufwand verbunden als Instandsetzungen nach einem Ausfall.

 Smart Home als Zugpferd für die Vermarktung von Immobilien

Die immer größere Verbreitung von Smart Homes und die erweiterten Fähigkeiten der intelligenten Immobilien gewinnen für die Mieter und somit auch für die Immobilienbranche immer mehr an Bedeutung. Neben der beschriebenen Automatisierungsmöglichkeit für die Unternehmen kann die eingebaute Technologie für ihr Unternehmen zudem als zusätzliches Feature und Multiplikator dienen und dafür sorgen, dass das Interesse von potenziellen Mietern oder Käufern geweckt wird. Immobilienunternehmen, die Objekt mit smarten Technologien anbietet, werden eine höhere Resonanz bekommen als jene Unternehmen, bei denen solche Technologien nur unter „ferner liefen“ eingesetzt werden. Vor allem mit Hinblick auf das enorm gestiegene Sicherheitsbedürfnis können sich in Zukunft beispielsweise smarte Kamera- und Alarmsysteme, mit denen man sein Haus oder seine Wohnung über eine App stets im Blick hat, als ausschlaggebendes Kriterium erweisen.


Die resultierenden Möglichkeiten, den Mietern, sowohl bei der Privatnutzung als auch im Gewerbebereich, mit smarten Technologien zusätzliche Serviceleistungen zu bieten, werden zukünftig ein immer größerer Anreiz sein. Sehen Sie die Investition in die Technik also neben dem Aspekt der Automatisierung von Arbeitsprozessen für Ihr Unternehmen auch als Vermarktungsfaktor für Ihre Immobilien. Neben der Verbesserung der internen Prozesse verbessert die Technologie ebenso Ihre Serviceangebote sowie die Entwicklung neuer Dienstleistungen für die Mieter. Für die Vermarktung Ihres Bestandes bringen die Smart Homes demnach einen großen Vorteil mit sich - schaffen Sie für Ihr Unternehmen die Chance, mit Zusatzprodukten und Mehrwertdienstleistungen Mieter gewinnen und binden zu können.

Topics: Digitales & Technologie


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