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Green Buildings - nachhaltig in die Zukunft

Eingestellt von Jens Hoffstiepel am 5. April 2018 14:19:54 MESZ

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Trends von Jens Hoffstiepel

Neben der Digitalisierung der Immobilienwirtschaft gibt es einen weiteren Trend in der Branche. Vielen Menschen wird der bewusste Umgang mit der Umwelt immer wichtiger und das ökologische Denken und Handeln verstärkt sich dadurch in immer mehr Bereichen. Nur ein Beispiel dafür ist das derzeit aktuelle Thema des eventuellen Fahrverbotes für Diesel-PKW aufgrund ihrer hohen Luftbelastung. Aber auch Immobilien tragen ihren Anteil zu dieser Belastung bei. Daher setzt auch in der Immobilienbranche ein Umdenken ein. Denn für einen verantwortlichen Umgang mit der Natur sind eine klimaschonende Energietechnik sowie die sparsame Ressourcennutzung wichtige Kriterien, die über unsere Zukunft entscheiden - das gilt insbesondere für Immobilien - auch mit Blick auf ihre Wirtschaftlichkeitsbilanz.
Gleichzeitig
möchten sich immer mehr Menschen eventuell gesundheitsschädlichen Einflüssen entziehen und in einem Zuhause leben, das aus natürlichen Baustoffen besteht – denn auch das Wohnumfeld kann gesundheitsbelastend sein. Daher wird nachhaltiges Bauen und Nutzen von "Green Buildings" immer beliebter und liegt voll im Trend. 

Warum Green Buildings?

In Anbetracht des Klimawandels und des weltweit weiter wachsenden Verbrauchs natürlicher Ressourcen stehen Öffentlichkeit, Politik und Wirtschaft vor großen Herausforderungen. Die Kombination von ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit ist daher besonders im Immobiliensektor ein wichtiger und entscheidender Faktor geworden - angesichts einer Nutzungsdauer von 40 bis 80 Jahren ist die Einhaltung nachhaltiger Faktoren wichtig und richtig. Auch wenn der ökologische Gedanke hier natürlich im Vordergrund steht, bringt die nachhaltige Entwicklung und Nutzung von Immobilien einen weiteren Vorteil mit sich. Denn neben dem großen Potenzial, ressourcen- und klimaschonend zu agieren kann die Immobilienwirtschaft auch wirtschaftlich von dem Trend der "Green Buildings" profitieren - in Verbindung mit dem gestiegenen Umweltbewusstsein der Menschen wird die Nachfrage nach nachhaltigen Immobilien sowohl durch Privatpersonen als auch durch Unternehmen rapide größer.

Was sind Green Buildings?

Als "Grünes Gebäude" oder auch "Green Building" werden Immobilien bezeichnet, die unter dem Leitgedanken der Nachhaltigkeit entwickelt werden und dementsprechend bestenfalls mit sehr niedrigem Energieverbrauch aufwarten. Zudem beruht die Konstruktion dieser Immobilien weitestgehend auf der Verwendung ökologischer Baustoffen. Die Gebäude zeichnen sich unter anderem durch eine hohe Ressourceneffizienz in den Bereichen Energie, Wasser und Material aus, während gleichzeitig schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt reduziert werden. Dieser gesamte Leitgedanke der Nachhaltigkeit wird dabei idealerweise über alle Phasen des Lebenszyklus einer Immobilie von der Projektentwicklung, der Planung und der Konstruktion über den Betrieb, die Wartung und die Demontage verfolgt.

Schon bei der Planung nachhaltig

So werden schon bei der Konzeptionierung eines "Green Building" alle Planungen darauf ausgerichtet, die natürlichen Ressourcen wie Wasser sowie Energie effizient zu nutzen und Verschwendungen bestmöglich abzustellen. Vorrangiges Ziel ist es, die Verschmutzung und Zerstörung der Umwelt zu reduzieren. Dazu gehört beispielsweise auch schon die Vermeidung von Abfall beim Bau beziehungsweise der Einsatz von recyclingfähigen und natürlich abbaubaren Materialien und Baustoffen. Diese bringen gleichzeitig einen weiteren Vorteil mit sich - häufig schützen die natürlichen Materialien zugleich die Gesundheit der Menschen, die das Gebäude später nutzen. Ein zusätzlicher nützlicher Nebeneffekt von Green Buildings ist zudem oft, dass sich bei entsprechender Umsetzung eine Reduzierung der Betriebskosten bei gleichzeitig höherer Produktivität ergeben kann.

Die wichtigsten Faktoren eines Green Building

Damit ein "Green Building" entstehen kann, muss insbesondere der Materialauswahl, dem Energieverbrauch und der Planung eines grünen Gebäudes verstärkte Aufmerksamkeit geschenkt werden. Wann immer es geht, werden bei der Planung solcher Immobilien umweltfreundliche und natürliche Materialien eingesetzt. So sind nachwachsende Rohstoffe, wie z. B. Bambus, Stroh, Holz, Holzfaserplatten oder Seegras oft wichtige Bestandteile, die schon beim Bau und bei der Dämmung von "Green Buildings" verwendet werden. Im Sinne der Nachhaltigkeit stammt schon das verwendete Holz oft aus heimischen Wäldern und legt auf seinem Transportweg von der Baumschule bis zur Baustelle möglichst kurze Strecken zurück. 

Dabei ist der nachwachsende Rohstoff Holz wohl das bekannteste Material für eine ökologische Bauweise. Aber auch Naturstein, Kalzium-Sandstein oder Recyclingprodukte, wie z. B. gebrauchte Steine, Metall werden häufig eingesetzt. So bieten beispielsweise auch Ziegelbauten besondere ökologische Vorteile. Ziegel bestehen aus Wasser, Ton sowie Lehm und werden gebrannt. Sie sind frei von alkalischen Bindemitteln und gelten als besonders hautfreundlich. Ziegel regulieren die Luftfeuchtigkeit und sorgen durch trockene Wandoberflächen für ein schimmelfreies, ideales Raumklima. Neben energetischen Vorteilen tragen sie daher zu einem gesunden Wohnumfeld bei.

Im Innenbereich der "Green Buildings" finden häufig Naturmaterialien, wie recyceltes Papier, Schafwolle, Lehm, Sisal, Kork oder Kokosfasern ihre Verwendung. Nahezu all diese ökologischen Materialien regulieren die Luftfeuchtigkeit auf natürliche Weise und tragen dazu bei, dass man sich schon beim Betreten eines Raumes besonders behaglich fühlt. Zur weiteren Verbesserung der Dämmwerte lassen sich zudem Flachs, Hanf, Stroh, Zellulose oder Schaumglas verarbeiten. Zum Verputzen der Wände eigenen sich neben Lehm, mineralische Mörtel oder Naturfaserputze mit Baumwolle und im Bodenbereich sorgen Kork, Kokos, Wolle oder Naturfasern für Isolation und eine angenehme Atmosphäre.

Energieeffizienz von Green Buildings

Das Thema Energieeffizienz spielt beim "Green Building" eine große Rolle. So fallen auch Niedrigenergiehäuser, Solarhäuser, Passiv- oder Nullenergiehäuser unter den Begriff des grünen Bauens. Die Wärmedämmung des Daches und der Außenwände sorgt für einen möglichst geringen Energieverlust. Zudem sollte die Immobilie so gezielt auf dem vorhandenen Baugrundstück platziert werden, dass die natürliche Energie in Form der Sonne optimal ausgenutzt wird. Auch den späteren Stromverbrauch kann bereits zum Planungszeitpunkt beeinflussen – werden beispielsweise Fenster nicht nur nach optischen Gesichtspunkten platziert, sondern nach dem Stand der Sonne im Tagesverlauf, können die durch Leuchtmittel verursachten Stromkosten dank der optimalen Ausnutzung des Tageslichts gesenkt werden.

Der Einsatz erneuerbarer Energien, beispielsweise in Form von Fotovoltaik- oder Windkraftanlagen, wird heute bereits mehr und mehr zur Selbstverständlichkeit - besonders wenn von nachhaltigen Immobilien die Rede ist. Der damit zudem mögliche wirtschaftliche Bonus, den erzeugten Strom als Mieterstrom direkt an seine Mieter zu "verkaufen" oder überschüssigen Strom in das öffentliche Netzt einspeist bringt dabei weitere Vorteile mit sich. 

Aber auch Lösungskonzepte zur Abfallreduzierung- und Beseitigung sowie die Einsparung von Trinkwasser stehen bei einem "Green Building" im Vordergrund. So lässt sich beispielsweise Regenwasser oder Abwasser aus dem Haushalt auffangen, filtern und für die Autowäsche oder den Wasserkasten der Toilettenspülung weiterverwenden. So gehört es beispielsweise auch dazu, dass die Auffüllung des Grundwassers nicht durch einen asphaltierten Parkplatz eingeschränkt wird oder die Dächer von Immobilien begrünt werden.

Zertifizierung von Green Buildings

Für "Green Buildings" gibt es unterschiedliche Zertifizierungsmöglichkeiten. So hat beispielsweise das 2-Scheiben-Haus in Ratingen die LEED-Platinum-Zertifizierung erhalten. Aber auch andere Organisationen bieten derartige Zertifizierung nachhaltiger Immobilien an. 

Die Vorteile des "Green Building" liegen somit klar auf der Hand - höhere Wirtschaftlichkeit durch gedrosselten Energieverbrauch sowie eine fortschrittliche Ökobilanz durch den Einsatz natürlicher Materialien und Konzepte. Zudem ist sowohl der Betrieb als auch die Nutzung/Anmietung von diesen nachhaltigen Immobilien ein Alleinstellungsmerkmal für jedes Unternehmen und trägt so zu einem guten Image sowie einer besseren Vermarktung aller Dienstleistungen bei. 

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