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Büroimmobilien: Neuer Glanz für alte Schachteln

Eingestellt von Jens Hoffstiepel am 26. Januar 2018 08:41:25 MEZ

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Trends von Jens Hoffstiepel

Viele Büroimmobilien in Deutschland wurden in den 60er Jahren gebaut und werden noch heute genutzt. Oft finden sich in diesen Gebäuden kleine Büroräume mit jeweils einem Fenster - im Eckbüro des Chefs sind es auch mal zwei - oder die darin mittlerweile entstandenen Großraumbüros sind mit mobilen Stellwänden unterteilt, um jeweils kleine Arbeitsnischen für die Mitarbeiter zu schaffen. Das alles entspricht aber nicht mehr den modernen Bürokonzepten und heute oft gewünschten Standards. In den meisten alten Bürogebäuden steckt aber das Potenzial, sie in moderne, “intelligente”, ”smarte” Bürokomplexe umzugestalten. Was das bedeutet, lesen Sie in diesem Artikel.

Neue Konzepte sind gefragt

Moderne Bürokomplexe sind aufgrund modularer Bauweisen oft flexibel zu gestalten und ermöglichen so die Umsetzung von Arbeitsplatzkonzepten, die meist offen und luftig gestaltet sind - mit Rückzugsecken zum ruhigen Arbeiten und dem ein oder anderen abgeschlossenem Raum für Meetings. Genau das trifft auf die alten “Büroschachteln” aus den 1960er Jahren meist nicht zu. In den deutschen Großstädten haben wir aber einige davon. Lange Gänge, gerade so passende Einzel- oder Doppelbüros und grauer Teppich bzw. PVC-Boden sind dabei oft die charakteristischen Merkmale. Was macht man also mit den alten Gebäuden? Weiter nutzen, wie sie sind? Abreißen und neu bauen? Nein, nichts dergleichen.

Oft kann das Gebäudeinnere mit relativ geringem Aufwand - ein wenig Farbe - und wenigen Umbaumaßnahmen in ein modernes Büro mit Loungeatmosphäre, Wohlfühlzonen und variablen Arbeitsplätzen umgestaltet werden. Und nicht nur junge Start-ups suchen mittlerweile nach solchen Büros, auch traditionsreiche Unternehmen möchten ihren Mitarbeitern die heutigen Standards zugutekommen lassen und mit einem modernen Ambiente neue Mitarbeiter locken.
Zudem sind die Mitarbeiter heute zunehmend mobil, arbeiten Teilzeit, beim Kunden vor Ort oder aus dem Home Office.
Neue technische Möglichkeiten machen diese Arbeitsweise und gleichzeitig eine neue Bürogestaltung möglich: Stapel von Dokumenten verbergen sich digital auf den Endgeräten bzw. in der Cloud und werden mithilfe digitaler Dokumentenmanagementsysteme organisiert, Präsentationen können mit dem Laptop auf der Couch entworfen werden, Besprechungen über Tausende Kilometer via Videokonferenz geführt werden. So machen die neuen Technologien die Arbeit an beinahe jedem Ort der Welt möglich. In einigen Unternehmen gibt es deshalb heute kaum mehr feste Arbeitsplätze, Einzelbüros werden zunehmend in alternative Bürolösungen umgewandelt.

Aus alt mach neu

Es ist erstaunlich, was passiert, wenn man in solchen alten 60er Jahre Bürokomplexen einige Wände herausreißt und aus den vormals glanzlosen einzelnen Büroräumen die offenen, zeitgemäßen Bürolandschaften gestaltet, die heute gefragt sind - “open spaces” ist hier das Schlagwort. Das Konzept steht für wohnliche Räume, in denen sich die Mitarbeiter, wie zu Hause frei bewegen können, ohne festen Arbeitsplatz täglich an einem anderen Platz ihren Aufgaben nachgehen. Der Sinn und die Idee dahinter: Wer sich dort wohlfühlt, wo er arbeitet, arbeitet oft länger und mehr.
Besonders auf den gefragten Büromärkten unserer Metropolen könnten mit der Wiederbelebung der alten Bürogebäude neue Auswahlmöglichkeiten für Mieter geschaffen werden, die es modern wollen.

Das Konzept hinter “open space”

Die Konzepte sind teilweise unterschiedlich: Bei dem einen Unternehmen werden private Dinge von Arbeitsplätzen verbannt und jeder Mitarbeiter räumt am Abend seinen Schreibtisch leer. Es gibt also keine festen Arbeitsplätze und jeder sucht sich am nächsten Tag einen freien Platz, an dem er seinen Laptop anschließt. „Clean Desk Policy“ nennt sich diese Möglichkeit. Wiederum andere Konzepte setzen auf Individualität. Die Mitarbeiter haben auch in den offenen Bürolandschaften ihren festen Platz und dürfen diesen gestalten, wie sie möchten - je persönlicher, desto besser. Eines haben die Konzepte aber gemeinsam, sie sollen eine heimische Wohlfühlatmosphäre schaffen und die Kommunikation, die Gemeinschaft sowie die Kreativität fördern.

Die beschriebene Wohlfühlatmosphäre wird oft mithilfe moderner und vor allem bequemer Möbel erreicht, oft sind die Bürokonzepte “stylish” und gleichen einer Lounge - meist durch frische Farbkonzepte unterstrichen. Mithilfe unterschiedlicher Farben werden beispielsweise die auch in modernen “open space” Bürokonzepten benötigten verschiedenen Arbeitsbereiche voneinander abgegrenzt.

Unterschiedliche Arbeitsbereiche für unterschiedliche Arbeitssituationen

Demnach sollte es in den voneinander zu unterscheidenden, “abgetrennten” Arbeitsbereichen Plätze für die Konzentration, die Kommunikation, die Zusammenarbeit sowie Gemeinschaftsbereiche geben.
Der Bereich für die Kommunikation und Zusammenarbeit ähnelt einem Großraumbüro, kommt meist aber eher einer offenen Wohnung bzw. einem Loft gleich. An großen Tischen finden beispielsweise Konferenzen statt, hier wird auch mal Mittag gegessen und einige Mitarbeiter arbeiten parallel an ihren Laptops. Auch Stehtische laden mal zum Arbeiten oder zu Besprechungen in anderer Atmosphäre ein. Zusätzlich kommen beispielsweise Sofaecken zum Einsatz, mit großen Monitoren an der Wand, auf denen Präsentationen abgehalten werden oder zum Büroschluss auch mal Filme geschaut oder Videospiele gespielt werden. Dabei sind alle möglichen Arbeitsplätze natürlich mit Strom- und Internetanschluss ausgestattet. Whiteboards an Wänden schaffen überall die Möglichkeit, Notizen zu machen oder auch dort kurze Präsentationen zu halten.

Ein konzentriertes Arbeiten kann in etwas abgeschotteten Bürobereichen stattfinden. Hier können die Mitarbeiter in ruhiger Umgebung, ohne gestört zu werden, konzentriert ihren Aufgaben nachgehen. Dabei ist nicht unbedingt die Rede von einzelnen Büros oder die heute oft in den Raum integrierten “Glaskästen”. Es können auch “Wohnlandschaften” mit Loungemöbeln sein, die beispielsweise durch Bücherregale oder andere Raumtrenner vom offenen Bereich abgetrennt sind. In diesen Bereichen gilt die Regel, dass nicht telefoniert oder gesprochen werden darf. Konzentriertes Arbeiten ohne Ablenkung soll hier gewährleistet sein.

Ganz ohne “abgeschlossene” Räume kommen aber auch die modernen “open space” Büros nicht aus. Für Meetings und persönliche Gespräche wird in jedem Unternehmen mindestens ein abgeschlossener Konferenzraum benötigt. Trotz der oft flacheren Hierarchien, die in den Unternehmen herrschen, die solche Bürokonzepte nutzen, gibt es auch dort sicherlich Besprechungen, die niemand mitbekommen soll.

Auch wenn sich Gemeinschafts- bzw. Aufenthaltsbereiche oft in die offene Bürolandschaft integrieren, sollten zusätzlich noch separate Bereiche geschaffen werden, die ausschließlich das Beisammensein, den persönlichen Austausch fördern und die Gemeinschaft stärken. So darf beispielsweise eine offene Küche oder eine große Gemeinschaftsküche nicht fehlen.

Digital arbeiten heißt zeitgemäß arbeiten

Solche zeitgemäßen Bürokonzepte sind nur aufgrund der digitalen Arbeitsweise umsetzbar - erst eine unternehmensweite Nutzung einer einheitlichen Software- bzw. Cloud Lösung, mobiler Endgeräte und ein flächendeckender Internetzugang ermöglichen solche flexiblen Bürokonzepte. Starten auch Sie in die digitale Arbeitswelt und verbessern Sie so nicht nur Ihre alltäglichen Prozesse, sondern gestalten sich sowie Ihren Mitarbeitern einen zeitgemäßen Arbeitsplatz und werden zeitgleich attraktiver für Kunden oder freie top Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt.

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